Kapitel 2: Das Auge des Drachen

In der Nähe von Almhuin treffen die gebeutelten Abenteurer Alyssa Antaro, Letos von Argyra und Athanasios der Seefahrer auf das Lager des chryseischen Händlers Philas Oikonomeon. In dessen Tross befinden sich die Freunde Bjarnfinnur Habertson und Durim Silberschmied, die auf der Suche nach einem Artefakt sind, das man Auge des Drachen nennt. Ein weiterer versprengter Reisender, letztes Mitglied einer Einsatztruppe moravischer Hexenjäger, trifft im Lager ein. Er nennt sich Nikolai Petrovitsch. Seine Expedition sollte auch ein Artefakt bergen. Einen magischen Stab eines untergegangenen Kults, den Widderhornstab. Auf ihrer Reise schließt sich der Gruppe eine Magierin aus Almhuin an, die aus ihrer Stadt fliehen musste. Sie trägt ein geheimnisvolles Erbe mit sich.

Die Abenteurer reisen über Almhuin nach Darncaer und von dort in das Pengannion-Gebirge, um die verborgene Zwergenstadt Dvarnaut aufzusuchen. Dort erhalten sie endlich die benötigten Informationen über den Ort, an dem das Auge des Drachen liegt. Durch tiefe Gänge und Tunnel unter den Bergen betreten die Abenteurer Alba, wo sie in einen epischen Kampf zwischen Druiden und den Schergen eines Eiszauberers eingreifen. Nach dem bestandenen Kampf gelangen die Abenteurer nach der Stadt Thame. Doch viel Zeit zum Ausruhen bleibt ihnen nicht: der Zwergenkönig des Artross-Gebirges erlegt ihnen eine Bürde auf, die ihnen laut zwergischen Prophezeihungen vom Schicksal auferlegt sein soll. Sie bestehen auch diese Prüfung, aber als die Abenteurer zurückkehren nach Thame, liegt ein Schatten auf der Stadt in Person mysteriöser Attentate.

Diese Kampagne ist abgeschlossen.

Weg nach Dvarnaut

Ungefähr in der Mitte des Einhornmonds hatte Bjarnfinnur sein Training im Burghof der königlichen Festung Caerwyn unter der Aufsicht des Hofgardisten Trahearn ap Ffyr abgeschlossen. Wenige Tage später zog er mit Durim, Athanasios, Finn und Letos in die nahen Wälder, weil sie von Ungeheuern gehört hatten, auf die der Hof eine Belohnung ausgesetzt hatte. Sie fanden und erschlugen drei Trolle, die als Beute die Habseligkeiten eines offenbar zaubermächtigen Reisenden besaßen. Zum Myrkdag waren sie wieder zurück in Darncaer. Auch Alyssa war nun mit ihrem Training fertig und drei Wochen später dann auch endlich Nikolai, sodass die Abenteurer Ende des Schlangenmonds endlich wieder aufbrechen konnten. Sie wandten sich nach Osten.

Auf ihrer Reise trafen sie auf zwei andere Reisende, die im Verlauf der Geschichte noch eine Rolle spielen würden. Sie stellten sich als Duncan MacMiller und Lon Don Silva vor. Letzterer behauptete, ein lidralischer Edelmann auf Reisen zu sein; ersterer ein albischer Händler. Da sie ebenfalls auf dem Weg nach Pernillion waren, verbrachte man die Nacht an einem gemeinsamen Lagerplatz. Früh im Morgengrauen brachen die beiden wieder auf. Die Abenteurer hingegen gingen erst später los, sodass man sich trennte. Die Abenteurer überquerten bald den Fluss und gelangten am Morgen des 2. Tags der 1. Trideade im Feenmond nach Pernillion. Am Abend durften sie einem Fest beim Stadtfürsten beiwohnen. Nach einem weiteren Tag, um Besorgungen und Reisevorbereitungen zu machen, brachen sie nach Norden auf, wo sie in einem Druidenwald Heiltränke zu erlangen hofften. Auf dem Weg dorthin waren eines Tages Ciara und ihre Fee Sinafel wie vom Erdboden verschluckt und blieben es trotz hartnäckigem Suchen. Verwirrt setzten die Anderen ihren Weg fort, nachdem sie einem halben Tag vergeblich auf ihre Rückkehr gewartet hatten.

Sie trafen im Wald auf eine alte Kräuterfrau, die sie zu einem alten Hügelgrab schickte, dass von Orcs bewohnt wurde. Die Abenteurer lösten die Aufgabe der Alten und sie entpuppte sich als Erscheinungsform einer Dryade, eines Baumgeistes. Alsbald kamen die Druiden auch hervor und sorgten für Heilung der Abenteurer. Die Abenteurer durften einen Tag dort bei den Druiden lernen und sich ausruhen. Die Druiden überreichten ihnen auch Geschenke, die ihnen ihre Reise erleichtern sollten. So gestärkt kehrten die Abenteurer nach Pernillion zurück und bemühten sich sofort um eine Passage über den Fluss Darnfy. Es ging nun drei Tage durch Wiesen und Riedgrasland gen Nordosten am Darnfy entlang. Am Tag vor Ljosdag erreichten sie den Waldrand und rasteten.

Unerwarteter Beschuss aus dem Hinterhalt erwartete die Abenteurer am folgenden Tag. Finn wurde schwer ins rechte Bein getroffen und konnte nicht mehr alleine laufen. Die Abenteurer teilten sich auf: während Alyssa und Durim mit den Pferden und Maultieren und dem verletzten Finn weiter am Fluss entlang zogen, folgen Nikolai, Bjarnfinnur, Athanasios und Letos den Spuren des nächtlichen Schützen in den Wald hinein. Gegen nachmittag kommt es aber zum Streit zwischen den Verfolgern: während Nikolai, unterstützt von Letos, den Spuren weiter zu folgen gedenkt, raten Bjarnfinnur und Athanasios, die Verfolgung abzubrechen und zu den anderen zurückzukehren. So geschied es, dass sich die Verfolgergruppe selbst noch einmal trennt und Bjarnfinnur und Athanasios den Weg zurück zum Fluss suchen. Nikolai und Letos gelangen an einen See, Bjarnfinnur und Athanasios an einen unüberwindlichen Fluss, dem sie nach Nordwesten folgen. Schließlich erreichen Bjarnfinnur und Athanasios am späten Abend endlich Alyssa, den Zwerg, den verletzten Finn und die Pferde.

Einen Tag wartet die Gruppe auf Nikolai und Letos, aber am nächsten Tag brechen die Abenteurer um Alyssa auf und suchen eine Übergangsmöglichkeit über den Zufluss. Nikolai und Letos umwandern den See, in der Hoffnung, die verlorene Spur ihres Angreifers wiederzufinden. Am Abend klettern sie auf einen Felsen am Ufer und erblicken die wunderschöne Nymphe Alphería und lauschen ihrem bezaubernden Gesang bis ins Morgengrauen. Während die Hauptgruppe am Abend des Catrudags (4.) den See erreicht und an seinem östlichen Zufluss ein Nachtlager aufschlägt, wollen Nikolai und Letos nach Westen reisen, um den Fluss und die Hauptgruppe wiederzufinden. Sie gelangen an einen druidischen Steinkreis mit einer Art Tor darin, von dem laut Letos eine starke arkane Energie ausgeht. Nikolai findet Spuren einer Gruppe von Menschen, die etwa nach Nordosten führen. Die beiden rasten kurz, reisen dann aber weiter Richtung Fluss. Gegen Nachmittag hört Letos einen Hilferuf, geht ihm nach und findet in einer Höhle den gefesselten Sasuke Hyuga, einen exotischen Schamanen. Während der Rettungsaktion werden sie aber von einem drachenähnlichen Riesenungeheuer überrascht und nur Nikolai gelingt es, zu fliehen. Letos und Sasuke sitzen in der Falle.

Nach einem gefährlichen Anfall Bjarnfinnurs, der erst Athanasios und dann Alyssa zusetzt, bevor er überwunden werden kann, glaubt Finn, Spuren von Nikolai erkannt zu haben, aber die Abenteurer entscheiden sich, ihren Weg fortzusetzen und den Spuren nicht nachzugehen. Sie durchqueren ein unheimliches Waldstück und kommen am Abend des Cuindags (5.) dem Rand des großen Gebirges Pengannion bis auf eine Tagesreise nahe. Dank Nikolai’s Ablenkungsmanöver versuchen Sasuke und Letos die Flucht. Letos wird von dem Ungeheuer schwer verletzt, überlebt aber wie durch ein Wunder. Nikolai’s gelangt in den Hauch des Ungeheuers und wird leicht verbrüht, der schon zuvor angeschlagene Sasuke hat Glück und gelangt als einziger weiter unbeschadet hinaus. Nach einer hektischen Flucht verbringen die drei die Nacht in den Tiefen des Waldes.

Zwei Tage später: Alyssa, Durim, Finn, Bjarnfinnur und Athanasios erreichen mit Maultieren und Pferden endlich den Fuß der Berge. Sie bewegen sich auf einer uralten Zwergenstraße weiter in die Berge hinein, während Nikolai, Letos und der gerettete Sasuke ihren Spuren folgend aufholen. Am nächsten Tag erreichen die Abenteurer den Fuß der sagenhaften Zwergentreppe. Am späten Abend des Tages erreichen Nikolai, Letos und Sasuke Hyuga das Lager. Endlich sind die Abenteurer wieder vereint und die einzelnen Erlebnisse werden ausgetauscht.

Um eine mögliche Alternative zur steilen Zwergentreppe zu finden, erkunden Alyssa und Nikolai zu Pferd einen schmalen Pfad, der in die Berge führt. Nach einem Tag entschließen sich die beiden umzukehren. Für die Pferde, mit denen sie unterwegs waren, ist der Weg kaum gangbar. Auf dem Rückweg am darauffolgenden Naondag stürzt Bjarnfinnurs Pferd Yndefull, das er Nikolai ausgeliehen hatte, in eine Schlucht. Alyssa und Nikolai schaffen den Rückweg aber unbeschadet.

Kurz nach Sonnenaufgang des Deachdags (10.), als sich die Abenteurer gerade für den Aufstieg bereit machen, erscheint ein kurzfristiges Portal zwischen den uralten Pfeilern am Fuß der Treppe, durch das Ciara und Sinafel fallen. Sie sind sehr erschöpft und müssen sich ausruhen, weswegen die Gruppe noch einen Tag mit dem Aufstieg wartet. Bjarnfinnur nutzt die zusätzliche Zeit zum Üben seiner Kampfkünste. Am frühen Morgen des 11. in der 2. Trideade im Feenmond beginnen die Abenteurer, die alte Zwergentreppe hinaufzusteigen. Sie gelangen noch vor der Mittagsstunde an einen breiteren Treppenabsatz, der offenbar in alter Zeit als Rastplatz geschaffen wurde. Da keiner der Abenteurer bisher ermüdet war, ruhten sich alle nur eine halbe Stunde aus und stiegen dann weiter empor. Die Maultiere machten den Weg geführt von Alyssa bislang gut mit. Gut zwei Stunden nach der Mittagszeit erreichten die Abenteurer einen Bereich, auf dem zwei Riesenadler ihr Nest hatten. Sie konnten mit ein paar Armbrustbolzen unschädlich gemacht werden und zum Glück fiel bei der Aktion niemand die Treppe herunter. Etwa drei Stunden nach der Mittagszeit erreichten die Abenteurer einen zweiten Absatz, so gebaut wie der vorherige, wo sie wiederum rasteten, nun schon durchaus erschöpft, nach über sechs Stunden auf der Treppe. Schließlich, gegen morgen des 12. in der 2. Trideade im Feenmond haben die Abenteurer die sagenhafte Zwergentreppe, den Weg zur Zwergenstadt Dvarnaut im Pengannion-Gebirge, hinter sich gebracht und sich in ein Labyrinth von Gängen und Kavernen begeben, die immer tiefer in die Eingeweide des Gebirges führen. Dort haben sie Rätsel von Zwergen-Steingolems gelöst und sich bis zu den Toren Dvarnauts vorgekämpft, wo sie schließlich eingelassen wurden.

Der Kampf am Riesengrab

Die Zwerge von Dvarnaut erwiesen sich als erstaunlich hilfsbereit und nahmen die Abenteurer freundlich auf, wohl vor allem, weil Durim unter ihnen war, der aus der königlichen Familie von Dvarheim stammte. Sie konnten endlich Licht ins Dunkel bringen um den seltsamen Zauberer Vindobónitos und den Ort nennen, an dem das Auge der Drachen versteckt war. So brachen die Abenteurer alsbald wieder auf aus Dvarnaut. Es war am Anfang der zweiten Trideade im Hirschmond. Bei ihnen war Gloin Sturmbringer, der sie unter den Bergen durch geheime Tunnel geleiten sollte und bis nach Thame begleiten würde, wo sie in die Aufgabe eingeweiht werden sollten, die der König der albischen Zwerge für sie bereithalten sollte.

Unter den Bergen gerieten die Abenteurer und Gloin einmal in arge Bedrängnis durch Orcs und unglücklich starb Sosuke unter einem hinterlistigen Axthieb. Nicht einmal ihn zu begraben blieb den Abenteurern Zeit, sie mussten stattdessen fliehen, fliehen, bis sie nach ganzen zwei Tagen unter den Bergen ausgerechnet in der Bruthöhle eines Dunkelwolf-Rudels herauskamen. Nach einem harten Kampf mit den Wölfen konnten die Abenteurer endlich wieder das Licht der Sterne über sich sehen. Es war nun beinahe ein Monat vergangen, seit sie Dvarnaut betreten hatten. Zu Füßen des Berghangs, auf dem sie herausgekommen waren, sahen sie eine seltsame Szenerie, die Ciara an einen prophetischen Traum erinnerte, den sie vor Monden gehabt hatte.

Durch diesen Traum wussten die Abenteurer, was dort unten geschehen würde, und stiegen den Berg hinab, um einzugreifen. Zwei Tage mussten sie wandern, dann gelangten sie an ein düsteres Hügelgrab, wo sie einen epischen Kampf zwischen einer finsteren Gruppe, die sich Elementarriesen beschworen hatte, und schützenden Baumwächtern und Druiden eingriffen. Dank ihnen konnte das Grab geschützt und die finsteren Schergen vernichtet werden. Unter den überlebenden Druiden war auch Gryffidd ay’Caoral, der Zaubermeister und Mentor von Ciara. Bei den Kämpfen wurden aber auch die Gefährten gebeutelt. Finn und Letos mussten tiefe Wunden hinnehmen, die keiner der Abenteurer so richtig zu heilen vermochte.

Mit dem Zauberer durchquerten die Abenteurer auf ihrem Weg nach Südwesten einen Finsterwald und eine karge Heidelandschaft. Schließlich gelangten sie nach Alba. Sie wanderten über das twyneddische Dorf Pontcadarn und das albischen Dorf Gaetsglen gen Thame. Den Verwundeten hingegen ging es immer schlechter. Die Wunden hatten sich entzündet und es begann fraglich zu werden, ob sie Thame erreichen würden. Die Gefangene Rhosyn ap Celydd übergaben die Abenteurer in Pontcadarn an die druidische Obrigkeit. Schließlich erreichten alle total erschöpft das rettende Thame. Durim führte sie sofort zum Zwergenhof, wo im Schrein der Zwerge ihre schlimmsten Verwundungen geheilt wurden und sie auch eine Audienz bei Meister Glarn Rabenbart erhielten, der sie einlud, im Zwergenhof auszuruhen, bis der große Seher Gorlim Blauzahn im Zwergenhof eintreffen und die Abenteurer zu einer Audienz bitten würde.

Kurz vor Liosdag im Drachenmond war es dann soweit. Nach der Audienz bei Gorlim Blauzahn nahmen die Abenteurer den Auftrag des Zwergenkönigs Dvarin Doppelaxt an, drei verschollene Insignien aus der untergegangenen Binge Tumunzahar zu holen und nach Thame zu bringen. Sie brechen zwei Tage später schon, am Deachdag (10.), von Thame in die Nebelberge auf – nicht zuletzt auch, um dort hoffentlich Aiolos von Mylias alias Allan Myles zu finden.

Pernillion

Pernillion ist eine twyneddische Stadt am großen Fluß Darnfy, der von dort aus nach Westen fließt und an der twyneddischen Hauptstadt Darncaer ins Meer der Roten Sonne mündet.

Mit etwa 5.000 Einwohnern ist Pernillion nicht einmal halb so groß wie Darncaer. Die Stadt ist etwa kreisförmig aufgebaut und besitzt einen doppelten Palisadenwall aus Holz. Der Hafen liegt vor der Stadtmauer und auf mehreren künstlichen Anlegern im Fluß. Auf der Nordseite erhebt sich die Burg des Pennadd (Fürsten) über die Stadt. Weiterlesen

Kleine Grenzlandkunde der Gwinel-Berge

„Hm…“ brummte Durim Silberschmied, „was wissen wir also über das Grenzland zwischen Clanngadarn – oder treffender: Ywerdonn – , Alba und Erainn…?“

„Das Land zwischen den drei Ländern ist ein größtenteils unwegsames, hügeliges und schroffes Bergland, durchzogen von Sümpfen und mehreren Bergketten, von denen die Gwinel-Berge offenbar am meisten Ausdehnung haben. Im Norden wird das Grenzland vom gewaltigen Pengannion-Gebirge begrenzt, im Westen vom großen Fluss Darnfy, im Süden vom mächtigen Corrangebirge und vom Artross-Gebirge, dessen westlicher Teil als die Nebelberge bekannt ist, im Osten, hinter den Gwinel-Bergen, beginnt das menschliche Königreich Alba.“

„Südlich von Pernillion, dem Beginn unserer Reise durchs Grenzland, und nach der Überquerung des Flusses Darnfy liegt etwa sieben Tage entfernt Dinas Taran, die ‚Hauptstadt‘ von Ywerdonn. Das Gelände zwischen Darnfy und Dinas Taran soll das fruchtbarste Land in ganz Ywerdonn sein. Ich habe gehört, dass zu der Stadt nur Twyneddin Zutritt erhalten. Südlich von Dinas Taran erhebt sich in wenigen Tagesreisen das große Corran-Gebirge, über dessen Bergpässe Bjarnfinnur und ich und – soweit ich weiß – auch Alyssa, Athanasios und Letos nach Ywerdonn gelangt sind.“

„Wenn uns dieser Waldläufer nicht verschaukelt, liegt von Pernillion aus gute zehn Tage flussaufwärts der Fuß des mächtigen Pengannion-Gebirges. Laut seiner Schilderung müssen wir entweder am Nord- oder Südufer des Flusses entlangreisen. Das Südufer soll bewaldet sein und in den Tiefen dieses Waldes – den wir ja nicht unbedingt erkunden müssen, wenn ihr mich fragt – soll sich der gefährliche Nebelwald befinden. Am Nordufer soll es eine Straße geben, die bis an den Fuß des Pengannion führen soll, aber an der Straße soll man es häufig mit Twyneddin und Räubern zu tun haben. Außerdem soll sie durch einen verwunschenen Wald – oder so etwas – namens Taranwald führen. Am Ende führt sie über eine Brücke über den Darnfy – sehr sinnvolle Einrichtung, finde ich – und direkt ins Pengannion.“

…einige Tage später:

„Endlich kommen wir aus diesem götterverdammten Wald heraus. Bei Mahals Bart, was freue ich mich auf etwas frische Bergluft! Wisst ihr schon, was man sich über den alten Weg nach Dvarnaut erzählt?“ – „In der glorreichen alten Zeit schlugen die mächtigen Altvorderen der Zwerge achttausendachthundertachtundachtzig Stufen aus dem Fels, die bis hinauf zum Klatarvisk, Lichtwächter, führen – das ist ein mythischer Paß, der in das Hochtal Svurmadharvid, Drachenbergwiese, führen soll. Dort erheben sich mächtige Wegweiser nach Dvarnaut, dem Hort der Zwerge. Lishadi sei’s gedankt, ich freue mich sehr darauf, wieder unter Zwergen zu sein!“

Ciaras und Durims Unterhaltung

Spoiler-Warnhinweis

Achtung! Hier finden sich Hinweise, die zu einem Abenteuer gehören (Der weinende Brunnen) und die sich jemand, der dieses Abenteuer als Spieler noch genießen möchte, nicht durchlesen sollte! Weiterlesen

Von Darncaer aus in die Berge

Es war der 10. in der 2. Trideade im Schlangenmond, als die Abenteurer Darncaer den Rücken kehrten und gen Osten aufbrachen. Nach ein paar Tagen auf der Straße die nach Pernillion führen sollte, trafen sie auf zwei andere Reisende, die ebenfalls auf dem Weg nach Pernillion waren. Man entschied sich, die Nacht (die eine Neumondnacht war) an einem gemeinsamen Lagerplatz zu verbringen. Die beiden Männer hießen Long Don Silver, ein Edelmann aus dem Süden, und MacMiller, ein Händler aus Alba.

Am 1., 1. Trideade im Feenmond erreichten die Abenteurer einen Fluss, über den sie von einem wortkargen und unfreundlichen Fährmann für die horrende Summe von 1 Goldstück pro Bein oder Rad übergesetzt wurden. Am Morgen des nächsten Tages erreichten die Abenteurer dann Pernillion und wohnten am Abend einem Fest beim Fürsten der Stadt bei. Danach blieben sie einen Tag, um Besorgungen und Reisevorbereitungen zu machen, und brachen dann nach Norden auf, wo sie in einem Druidenwald Heiltränke zu erlangen hofften.

Niemand konnte es sich erklären und es gab keine Spuren, aber seit dem Morgen des Triudags war plötzlich Ciara mitsamt ihrer Fee Sinafel verschwunden. Es war am Rande des Druidenwaldes, sodass die Abenteurer deren Werk vermuteten. Es war aber ein vollkommen anderer Feind, der Ciara und ihre Fee verschleppt hatte, wie sich viel später zeigte.

Im Druidenwald irrten die Abenteurer zwei ganze Tage herum, bis sie die Bekanntschaft einer alten Kräuterfrau, die sie zu einem alten Hügelgrab schickte, das von Orcs bewohnt sein sollte. Die Abenteurer lösen am folgenden Abend die Aufgabe und die alte Frau entpuppt sich als Erscheinungsform einer Dryade, eines Baumgeistes. Die Druiden lassen sich nun ebenfalls blicken und sorgen für Heilung der Abenteurer. Sie verbrachten dann erst einmal einen Tag mit Ausruhen und Training im Schutze des Druidenwalds. Am Abend sprachen die Druiden einen Schutzzauber über sie und überreichten ihnen Geschenke, die ihnen ihre Reise erleichtern sollten.

Am Vormittag des 10. erreichten die Abenteurer wieder Pernillion. Dort bemühen sie sich sofort um eine Passage über den Darnfy und gelangten schon am Abend über den großen Fluss. Sie übernachteten in der Wirtsstube eines Fischerdorfs direkt an der Anlegestelle.

Drei Tage lang ging es durch Wiesen und Riedgrasland gen Nordosten am Darnfy entlang. Am 13. erreichen sie endlich den Waldrand. Doch schon in der zweiten Nacht ihrer Reise zwischen Waldrand und Fluss entlang wird plötzlich aus dem Hinterhalt auf sie geschossen. Der Schuss trifft Finn schwer und verwundet sein rechtes Bein, er kann nicht mehr alleine laufen. Die Abenteurer teilen sich auf: während Alyssa und Durim mit den Pferden und Maultieren und dem verletzten Finn weiter am Fluss entlang ziehen, folgen Nikolai, Bjarnfinnur, Athanasios und Letos den Spuren des nächtlichen Schützen in den Wald hinein. Gegen nachmittag kommt es zum Streit zwischen den Verfolgern: während Nikolai, unterstützt von Letos, den Spuren weiter zu folgen gedenkt, raten Bjarnfinnur und Athanasios, die Verfolgung abzubrechen und zu den anderen zurückzukehren. So geschied es, dass sich die Verfolgergruppe selbst noch einmal trennt und Bjarnfinnur und Athanasios den Weg zurück zum Fluss suchen. Nikolai und Letos gelangen an einen See, Bjarnfinnur und Athanasios an einen unüberwindlichen Fluss, dem sie nach Nordwesten folgen. Schließlich erreichen Bjarnfinnur und Athanasios am späten Abend endlich Alyssa, den Zwerg, den verletzten Finn und die Pferde.

Einen Tag später, am 3. brechen die Abenteurer um Alyssa auf und suchen eine Übergangsmöglichkeit über den Zufluss. Nikolai und Letos umwandern den See, in der Hoffnung, die verlorene Spur ihres Angreifers wiederzufinden. Am Abend klettern sie auf einen Felsen am Ufer und erblicken die wunderschöne Nymphe Alphería und lauschen ihrem bezaubernden Gesang bis ins Morgengrauen.

Während die Hauptgruppe am Abend des Catrudags (4.) den See erreicht und an seinem östlichen Zufluss ein Nachtlager aufschlägt, wollen Nikolai und Letos nach Westen reisen, um den Fluss und die Hauptgruppe wiederzufinden. Sie gelangen an einen druidischen Steinkreis mit einer Art Tor darin, von dem laut Letos eine starke arkane Energie ausgeht. Nikolai findet Spuren einer Gruppe von Menschen, die etwa nach Nordosten führen. Die beiden rasten kurz, reisen dann aber weiter Richtung Fluss. Gegen Nachmittag hört Letos einen Hilferuf, geht ihm nach und findet in einer Höhle einen gefesselten Mann namens Sasuke. Während der Rettungsaktion werden sie aber von einem drachenähnlichen Riesenungeheuer überrascht und nur Nikolai gelingt es, zu fliehen. Letos und Sasuke sitzen in der Falle.

Nach einem gefährlichen Berserker-Anfall Bjarnfinnurs, der erst Athanasios und dann Alyssa zusetzt, bevor er überwunden werden kann, glaubt Finn, Spuren von Nikolai erkannt zu haben, aber die Abenteurer entscheiden sich, ihren Weg fortzusetzen und den Spuren nicht nachzugehen. Sie durchqueren ein unheimliches Waldstück und kommen am Abend des Cuindags (5.) dem Rand des großen Gebirges Pengannion bis auf eine Tagesreise nahe.

Mithilfe eines Ablenkungsmanövers von Nikolai versuchen Sasuke und Letos die Flucht aus der Höhle. Letos]] wird von dem Ungeheuer schwer verletzt, überlebt aber wie durch ein Wunder. Nikolai gelangt in den Hauch des Ungeheuers und wird leicht verbrüht, der schon zuvor angeschlagene Sasuke hat Glück und gelangt als einziger relativ unbeschadet hinaus. Nach einer hektischen Flucht verbringen die drei die Nacht in den Tiefen des Waldes.

Es ist mittlerweile der 6. in der 2. Trideade im Feenmond: Alyssa, Durim, Finn, Bjarnfinnur und Athanasios erreichen mit Maultieren und Pferden endlich den Fuß der Berge. Sie bewegen sich auf einer uralten Zwergenstraße weiter in die Berge hinein, während Nikolai, Letos und der gerettete Sasuke ihren Spuren folgend aufholen. Am nächsten Tag erreichen die Abenteurer den Fuß der sagenhaften Zwergentreppe. Am späten Abend des Tages erreichen auch Nikolai, Letos und Sasuke das Lager. Endlich sind die Abenteurer wieder vereint und die einzelnen Erlebnisse werden ausgetauscht.

Alyssa und Nikolai erkunden einen schmalen Pfad, der in die Berge führt und eine Alternative zur steilen Treppe sein könnte. Nach einem Tag entschließen sich die beiden umzukehren. Für die Pferde, mit denen sie unterwegs waren, ist der Weg kaum gangbar. Auf dem Rückweg am darauffolgenden Naondag stürzt Bjarnfinnurs Pferd Yndefull in eine Schlucht. Alyssa und Nikolai gelangen am späten Abend wohlbehalten zurück zum Lager der Gruppe. Sie entschließen sich, den Weg über die Treppe zu wagen.

Kurz nach Sonnenaufgang des Deachdags (10.), als sich die Abenteurer gerade für den Aufstieg bereit machen, erscheint ein kurzfristiges Portal zwischen den uralten Pfeilern am Fuß der Treppe, durch das Ciara und Sinafel fallen. Sie sind sehr erschöpft und müssen sich ausruhen, weswegen die Gruppe noch einen Tag mit dem Aufstieg wartet. Bjarnfinnur nutzt die zusätzliche Zeit zur Vervollständigung seiner Kampfkünste.

Am frühen Morgen des nächsten Tages beginnen die Abenteurer dann, die alte Zwergentreppe hinaufzusteigen. Sie gelangen noch vor der Mittagsstunde an einen breiteren Treppenabsatz, der offenbar in alter Zeit als Rastplatz geschaffen wurde. Da keiner der Abenteurer bisher ermüdet war, ruhten sich alle nur eine halbe Stunde aus und stiegen dann weiter empor. Die Maultiere machten den Weg geführt von Alyssa bislang gut mit. Gut zwei Stunden nach der Mittagszeit erreichten die Abenteurer einen Bereich, auf dem zwei Riesenadler ihr Nest hatten. Sie konnten mit ein paar Armbrustbolzen unschädlich gemacht werden und zum Glück fiel bei der Aktion niemand die Treppe herunter. Etwa drei Stunden nach der Mittagszeit erreichten die Abenteurer einen zweiten Absatz, so gebaut wie der vorherige, wo sie wiederum rasteten, nun schon durchaus erschöpft, nach über sechs Stunden auf der Treppe.

Schließlich, gegen Morgen des 12. in der 2. Trideade im Feenmond haben die Abenteurer die sagenhafte Zwergentreppe, den Weg zur Zwergenstadt Dvarnaut im Pengannion-Gebirge, hinter sich gebracht und sich in ein Labyrinth von Gängen und Kavernen begeben, die immer tiefer in die Eingeweide des Gebirges führen. Dort haben sie Rätsel von Zwergen-Steingolems gelöst und sich bis zu den Toren Dvarnauts vorgekämpft, wo sie schließlich eingelassen wurden.

Lehrzeit in Darncaer

Wenig ward aufgeschrieben über diese dunklen Tage und Wochen. Die Abenteurer nutzten ihre Zeit in Darncaer, um Kontakte zu knüpfen und sich Lehrmeister für diverse Fertigkeiten zu suchen, die zu verbessern ihnen ein großes Anliegen war. Eines Nachts unterhielten sich Ciara und Durim lange über den bevorstehenden Weg und schmiedeten Pläne.

Am 1. in der 2. Trideade des Einhornmondes hatte Bjarnfinnur sein Training im Burghof der Feste Caerwyn unter der Aufsicht des Hofgardisten Traheaern ap Ffyr abgeschlossen. Alyssa hatte ihre Lehrzeit zwei Wochen später, gerade noch vor dem Liosdag im Schlangenmond beendet.

Noch während einige der Gefährten in und um Darncaer trainierten, stöberten die anderen von ihnen in der Umgebung Darncaers auf der Suche nach Zerstreuung. Auf einem solchen Ausflug in die Wälder nahe Darncaer erschlugen die Abenteurer drei Trolle und machten so in Darncaer von sich reden. Die Ungeheuer hatten als Beute die Habseligkeiten eines offenbar zaubermächtigen Reisenden und so konnten die Abenteurer diese Gegenstände behalten. Das war am 10. in der 2. Trideade im Einhornmond. Als letzter der Gruppe beendete Nikolai seine Lehrzeit am 9., 2. Trideade mitten im Schlangenmond. Nun war die Zeit reif, um wieder aufzubrechen.

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