Kategorie Archiv:Chronik

Eine Wintergeschichte in Slamohrad

Winter des 5. Jahres: Slamohrad im Norden Moravods:

Ciara saß an ihrem Schreibpult in ihrem Schlafzimmer. Die großen Glasfenster auf der Südseite ihres Zimmers gaben den Blick auf das winterlich verschneite Slamohrad frei, wie es unter den Schneemassen ächzte und stöhnte und doch ausharrte. Die Leute gingen auf dem Keilmarkt am Fuße des Turms trotzdem wie jeden Tag ihren Besorgungen nach und trotz der tief verschneiten Straßen fuhr gerade ein Fuhrwerk auf dem Wagenplatz vor. Das Leben in dieser seltsamen Stadt lief wie an Schnüren gezogen und gelenkt unbeirrt fort und fort.

Ihre Kameraden hatte Ciara nun schon seit dem Sommer nicht mehr gesehen. Sie waren nach Norden gezogen, kurz nachdem Athanasios in den Süden, nach Geltin gegangen war. Ciara war mit ihren Studien beschäftigt. Die Spuren, auf die sie gestoßen war, waren bemerkenswert. Eine derartige Welt, jenseitig der unsrigen, und die Erkenntnis, dass da eine Möglichkeit war… eine… Möglichkeit… dass Eneachlatha… Nun, die Studien hielten sie in ihrem Bann. Sie war in dem letzten halben Jahr auf Pfaden gewandelt, die sie bis vor Kurzem vielleicht für Märchen gehalten hätte. Darüber hatte sie die Zeit aus den Augen verloren… das geschah. Es geschah im Übrigen grundsätzlich oft, wenn man sich auf dem Weg befand, den sie erforschte. Ohne Rostislav und sein geheimes Wissen – vor allem darüber, wie man den Alltag trotz Vertiefung in solcherartige Studien trotzdem bestritt, ohne zum Beispiel zu verhungern – wäre sie wohl nicht so weit gekommen, wie sie nun sagen konnte. Obwohl ihr sein ungepflegtes Äußeres nicht unbedingt gefiel… sie würde ihn vielleicht einmal darüber aufklären müssen. Aber vorerst hatte sie anderes zu tun.

Während sie sinnierte, kletterte die Sonne auf ihren niedrigen winterlichen Zenit. Dort unten, in den winzigen Gassen der Stadt, ging das Treiben ungestört weiter. Gerade fertigten die Stadtwachen einen Zwerg am Westtor ab und wiesen ihm den Weg, in die Neue Unterstadt zum Eisenmarkt hin, wohl. Der Kurzgeratene Kerl stapfte an der Treppe zur Schädelschanze vorbei, überquerte den Platz vor Ciaras Turm ohne sich groß umzudrehen, trabte schnaufend über den Kornmarkt und bog in die Gasse am Eisenmarkt ein. In dieser Gasse stand die windschiefe Schmiede, die einmal dem Zauberschmied Wieljand gehört hatte und die er – nach ihrem großen Abenteuer damals – an Bjarnfinnur übergeben hatte, der für ein Jahr und einen Tag sein Schüler gewesen war.

Wie seltsam, dass dieser Zwerg nun zielstrebig zu dem Haus schritt, einen Feuertopf neben sich abstellte und sich an dem dicken Vorhängeschloss zu schaffen machte, dass Bjarne bei seiner Abreise dort angebracht hatte. Offenbar hatte dieser fremde Zwerg den richtigen Schlüssel, denn das Schloss sprang auf und der Zwerg verschwand in der Schmiede. Freilich kam er noch einmal heraus, nahm seinen Feuertopf wieder auf und brachte ihn hinein.

Wie seltsam… ob Bjarnfinnur die Schmiede verkauft hatte? Oder hatte er gar einen Schüler gefunden?

Aufstieg und Fall des Albensterns

Winter des 5. Jahres: Tief im moravischen Wald:

Die Abenteurer Athanasios, Bunias, Alonso und Gadipanios, der gleichzeitig der Auftraggeber der anderen beiden war, hatten nach einen haarsträubenden Erlebnis mit einer magieinduzierten Zeitschleife Gadipanios‘ Geheimversteck erreicht und von dort das Original seiner Schatzkarte geborgen. Nun schlugen sich die vier Männer mit ihrem kleinen Wagen und dem vorgespannten Pony durch den winterlichen moravischen Wald. Bunias hatte eine Abkürzung vorgeschlagen und, da er sich hier auszukennen schien, hatte Gadipanios zugestimmt. Die drei wollten nun auf dem schnellsten Wege nach Slamohrad gelangen, wo sie eine Spur des lidralischen Lebemannes Jaquento Selvando zu finden hofften.

Alsbald gelangten die vier in ein verlassenes Dorf. Gadipanios konnte sich an diese abgelegene Ortschaft erinnern, jedoch wusste auch er nicht, was die Bewohner im tiefen Winter samt und sonders vertrieben habe können. Die Männer stapften herum und suchten Hinweise, doch der frisch gefallene Schnee machte ihre Bemühungen beschwerlich und es schien, dass nicht einmal eine kleine Spur aufzutreiben war. Doch dann fanden Bunias und Alonso unabhängig voneinander doch etwas und obendrein machte sich ein weiterer Besucher des Dorfes mit einem lautstarken „Ho-ho-ho!“ bemerkbar. Es war ein kräftiger, breitschultriger, alter Mann mit einem blauen Mantel und einem funkelnden langen Stab, der auf einem Schlitten in das Dorf hinein fuhr. Bunias traute seinen Augen kaum, erkannte er doch in dem vierschrötigen Alten die moravische Sagengestalt Djedmorosz, „Väterchen Frost“, der um die Wintersonnenwende den Kindern süßes Obst und Nüsse bringt. Alonso hingegen blieb ungläubig und die beiden Chryseier betrachteten die Szenerie nur gespannt und belustigt. Bunias hatte in einem Haus einen Domovoj aufgeschreckt und mit einem eigens für ihn gekochten Haferbrei hinter dem Ofen vorgelockt. Die Geschichte des Hausgeistes brauchte ein wenig mehr Licht ins Dunkel: Die Dorfbevölkerung war offenbar vor einem Stern geflohen, der plötzlich am Himmel aufgetaucht war. Außerdem war eine schwangere junge Frau ins Dorf gekommen, das war davor gewesen. Irgendwie hatten die Dorfbewohner die Frau schützen wollen. Darum waren sie alle in die „Stallhöhlen“ aufgebrochen, wohin sich die Dorfgemeinschaft traditionell zurückziehe, wenn Gefahr drohe.

Väterchen Frost klärte die Abenteurer auf. Er suche die Dorfbevölkerung, weil ein – nicht näher bestimmtes – Unheil drohe und er ihr beistehen wolle. Er würde sehr gerne die Hilfe der Abenteurer in Anspruch nehmen. Wie durch ein Wunder fanden sich bald, als die Abenteurer gerade, teils murrend, zugestimmt hatten, doch noch Spuren, und mit dem Schlitten des offenbar zauberkräftigen Alten ging es wie im Rausch durch die Winterlandschaft.

Bald schon kam die illustre Reisegemeinschaft in eine seltsame Gegend. Es schien ein Tal zu sein, dicht von schütterem Tann bewachsen und begrenzt von felsigen Höhen. Eine davon waren die sogenannten Stallhöhlen. Über dem Eingang erstrahlte tatsächlich ein heller Stern, dessen Strahlen den Eingang direkt zu beleuchten schienen. Die Abenteurer und Väterchen Frost betraten zuerst einmal die Höhlen und fanden bald die Dorfbewohner. Sie hatten sich tief in die Höhlen zurückgezogen und die nun bewusstlose Frau war hier in den Höhlen auf etwas Stroh gebettet und von der Schamanin versorgt worden. Alonso trat hinzu und untersuchte die durch die Geburt sehr geschwächte junge Frau. Mit seinen akademischen Medizinkenntnissen konnte er die Schwächung seiner Patientin etwas lindern, aber am Zustand der Bewusstlosigkeit konnte er indes nichts tun.

Währenddessen traten die beiden anderen hinaus und besahen sich den seltsamen Stern. Bunias musste in seinem belesenen Kopf eine Weile kramen, bis er darauf kam, dass dies ein Albenstern, eine Art schwarzalbisches Artefakt, sein könne. Die Abenteurer beschlossen daraufhin, dass der Stern als etwas feindliches zu werten sei. Sie kehrten zurück in die Höhlen.

Später musste sie erkennen, dass eine düstere Finsternis in die Höhlen schlich. Die Dorfbewohner zitterten vor Angst, manche weinten und die Panik drohte überhand zu nehmen, doch gemeinsam mit Väterchen Frost konnten die Abenteurer die Finsternis zurückschlagen, indem der mythische Mann einen kleinen geschmückten Baum erleuchten ließ und die Abenteurer den Kindern kleine improvisierte Geschenke reichten. Später bekroch die in den Höhlen Ausharrenden eine körperlose Kälte, doch mit Gesang und Tanz, zu dem die Abenteurer die Dörfler animierten, konnte auch diese eingedämmt werden.

Als das getan war traten Bunias, Athanasios und Alonso, gefolgt von einem mutigen Jäger aus dem Dorf, aus den Höhlen und griffen den Albenstern an! Athanasios schoß einen Armbrustbolzen auf das Konstrukt. Die Abenteurer machten einen Ort unten im Wald aus, worüber der Stern wohl stehen müsse, und schlichen sich dort hin. Eine Gestalt war dort, die sich unsichtbar zu machen imstande war, als die drei näher kamen. Doch Bunias spürte sie mit magischer Sicht auf und Alonso schlich sich lautlos in die Flanke der Gestalt. Gemeinsam mit Athanasios rangen sie den Alben nieder, der dort kauerte und fesselten ihn. Als seine Konzentration schwand – weil die Abenteurer ihm im Kampf schwere Wunden zugefügt hatten – schwand auch der Stern. Es schien, der böse Alb sei überwunden.

Bei ihrer Rückkehr in die Höhlen erkannten die Abenteurer, dass der Alb in ihrer Abwesenheit eine weitere magische Angriffswelle auf die in den Höhlen verharrenden Dörfler geschickt hatte. Wie durch ein Wunder und bestimmt durch das Wirken Väterchen Frosts war niemand gestorben, aber es stand nicht gut um die armen Dorfbewohner. Wie war es eine Freude, als die Abenteurer ihnen sagen konnten, dass sie den Schuldigen in Gewahrsam hatten! Auch wenn er alles abstritt – bis auf seine Vaterschaft an dem winzigen Baby, dass von der jungen Frau geboren worden war – so war doch allen und vor allem den Abenteurern klar, dass dieser Alb an all dem Unheil schuld gewesen war. Doch sie übergaben den Schwarzalben der Rechtsprechung des Dorfes. Der Dorfvorsteher verbannte den Frevler auf immer aus dem Dorf und die Schamanin flößte ihm dazu einen schweren Schlaftrunk ein. Alonso und Bunias boten sich an, den gefährlichen Alben vom Dorf fortzubringen. Als die beiden zurückkamen, sprachen sie nicht über die Stunden allein im Wald mit dem gefesselten und betäubten Alben. Allein ihnen war klar, dass er wirklich und ganz sicher niemals wieder zurückkehren würde. Darauf hatten sie sich stumm geeinigt und Alonso hatte allein im Schnee dafür gesorgt.

Es wurde ein Fest gefeiert und viele Kerzen angezündet. Ein Baum wurde geschmückt und aus den Vorräten ein wirklich gutes und reichhaltiges Mahl bereitet. Wie durch ein Wunder reichten alle aufgetragenen Speisen für jeden und jeder wurde so satt, dass er sich kaum mehr rühren konnte. Am nächsten Tag wollten Väterchen Frost und die vier Abenteurer wieder aufbrechen. Der Alte bot sich an, als Dank die Recken auf seinem Schlitten bis nach Slamohrad zu bringen. Und mit zauberischer Geschwindigkeit ging es, hui hossa!, voran durch den tiefen verschneiten Winterwald, so schnell, dass man glaubte, der Schlitten berühre den Boden gar nicht mehr. Man glaubte, ihn gar schweben und fliegen zu sehen.

Das Haus des Thaumaturgen

Winter des 5. Jahres: Geltin im Süden Moravods:

Athanasios war seit einiger Zeit in Geltin angekommen, wo er nach Neuigkeiten von der Lastebil, seinem Schiff, Ausschau gehalten und einige Botengänge für seinen Freund Marek Blason aus Slamohrad ausgeführt hatte. Er wurde langsam rastlos und es schien, als würden hier in Geltin keine weiteren Anhaltspunkte auf das Schiff oder Hinweise auf Kapitän Kosmas Wege zu holen sein. Doch eines Abends in Athanasios bevorzugtem Gasthaus traf er auf eine illustre Spielrunde, an einem der Nebentische, die aus einem alten Chryseier, einem auffälligen Küstenstaatler und einem Moraven bestand. Diese führten ein Gespräch über eine Schatzkarte, die eine Seegegend zu zeigen schien. Als er sich zu der Gruppe begab, erkannte ihn der alte Mann plötzlich wieder! Es war Gadipanios der alte Weggefährte seines Ziehvaters Kosmas, der seinen Lebensabend offenbar hier in Geltin bestritt. Er fragte Athanasios sofort nach der Karte, der er wohl auch er auf der Spur war. Und er erklärte, dass es von dieser Sorte Karte genau zwei Stück gab. Einst besaßen beide Männer, Kosmas und der Alte, je eine von diesen Karten. Sie wollten jeder für sich deren Geheimnis auf die Spur kommen, doch Zeit ihres Lebens hatten sie das nicht ergründen können. Nun, als Athanasios erzählte, dass Kosmas die Karte hier in Geltin an einen Pflandleiher verpfändet hatte, schöpfte der Alte Hoffnung, mithilfe der neuen Gefährten vielleicht doch noch den Schatz zu finden, den diese Karten offensichtlich bargen.

Bei ihm waren der moravische Magier Bunias und der lidralische Parfümhersteller und Heiler Alonso Tiziano. Die beiden wollten gegen eine Belohnung gerne an der Suche nach der Karte teilnehmen. Und so zogen die vier Männer am Folgetag mit einem Karren und einem Pony los, um gen Slamohrad zu reisen. Doch zuvor, so eröffnete ihnen der alte Chryseier, mussten sie noch etwas im Osten abholen. Es solle nur wenige Tagesreisen von Geltin entfernt sein. Und so war es auch, denn sie zogen 5 Tage nach Osten, als ein Sturm sie zu einer Übernachtung in einem Gutshaus am Wegrand zwang. Es sollte ein denkwürdiger fünfter Reisetag werden, denn aufgrund einer magischen Anomalie erlebten die Abenteurer diesen Tag selbst an die fünf Male, bis sie das Rätsel lösen und die Zeitschleife sprengen konnten. Der überglückliche Magier und Thaumaturg Grigori Tandrill, dem das Anwesen gehörte, war den Abenteurern sehr dankbar da sie den Tod seiner Frau verhindern halfen.

Zwei Tage später drangen die vier Männer in einem Waldstück in eine Höhle ein und bargen aus einer versteckten Truhe den einen Teil der Karte, den der alte Chryseier dort vor Jahren verborgen hatte. Er zeigte sich sehr dankbar und gab den Gefährten, mit den Worten „Dieser Beutel ist ein Vorgeschmack auf das Ende unserer Reise und sollte mir Eure Treue und Loyalität sichern.“, jeweils einen prall gefüllten Beutel Gold dafür.

Nun hatten die vier Abenteurer das Original der einen Karte bei sich und würden sich als nächstes auf den Weg nach Slamohrad machen, um irgendwie die erkalteten Spuren des Jaquento Selvando wieder aufzunehmen und ihm die zweite Karte mit allen Mitteln abzujagen.

 

 

Bjarnfinnur: die Erfüllung des Schwurs

Wie Bjarnfinnur diese Episode erlebte:

OK. Diese Wegelagerer hätten wir also hinter uns gelassen. Ich denke nicht das sie so bald Lust haben uns noch mal zu begegnen. Und nun lasst uns einfach diese Rüstung zurück bringen. Das Ziel muss ganz nah sein. Für die Nacht nehmen wir noch ein wenig Deckung falls unsere Freunde doch noch kommen. Ich nehme die erste Wache…
Was für eine beschissene Nacht. Es ist kalt. Viel zu kalt für Spätsommer.
Als Andrej uns am nächsten Morgen weckt ist es noch kälter, die Sonne ist nur noch ein kleiner roter Punkt. Ich kann mir noch keine Reim darauf machen aber hier ist wieder mal Magie am Werke und diesmal ist es nicht nur ein Drache der ein neues Revier sucht…
Oh nein da brennt ein ganzer Berg.. Ich wünschte mir das das nur eine Gasblase ist die sich entzündet hat
Was soll’s ich dränge meine Gefährten schnell weiter zu gehen Antworten werden wir nur bei den Zwergen finden.
Direkt vor uns ein Eisfeld möglicherweise ein Gletscher. Aber was machen denn die vielen Krähen hier und warum ist hier überall Nebel… Schon wieder Magie? Egal. Das ist unser Weg für ein Herumgehen ist es zu spät.
Das ist heute echt nicht unser Glückstag. Ich sollte mir wirklich mal zeigen lassen wie man sich im Eis bewegt. So viele Fehltritte direkt nacheinander… Alver ist ziemlich angeschlagen. Wir müssen unbedingt eine Siedlung oder wenigstens eine Hütte finden.

Die beiden Zwerge die in der Almhütte leben sind ein Quell der Freude. Der eine herzlich und aufgeschlossen der andere mürrisch und stur am ende aber ein guter Kerl. Wir können die beiden überzeugen ihre Tiere schon jetzt ins Tal zu treiben weil es immer kälter werden wird. Und so bekommt Alver eine einigermaßen komfortable Tour zur nächsten Siedlung.
Im Tal angekommen nehmen wir Quartier in dem Wirtshaus das uns unsere neuen Freunde empfohlen haben. Der Wirt hat ein zerbrochenes Schwert über dem Tresen… von dem heißt es es könne nicht neu geschmiedet werden… Ich bin mir aber sicher die Zwerge müssten das können… Das ist die Gelegenheit den neuen Zauber noch einmal auszuprobieren. Den Topf mit dem Drachenfeuer konnten wir ja glücklicherweise bis hier her bringen und wer weiß…
Der Wirt ist ein Idiot. Er lässt mich ein Probestück machen 🙁 Ich werde ihn beeindrucken.
Das Probestück gelingt und er vertraut mir sein Schwert an und auch das kann ich mit dem Schmiedeband zusammenfügen.
Ich glaube ich habe uns einen neuen Freund und eine kleine Legende erschaffen.
Das Festgelage ist wieder typisch für Zwerge. Warum werden hier alle so reserviert wenn ich mich nach Verwandten von Borulin Torkinsglanz erkundige?
Als ich am nächsten Morgen den Wirt noch einmal nach Borulin Torkinsglanz frage wechselt er schnell das Thema. Also machen wir uns auf zur Stadt und suchen dort bei den lokalen Behörden.
Na toll. Jetzt stehen wir hier wollen den letzten Willen eines Zwerges aus dieser Stadt erfüllen und diese Starrköpfe lassen uns nicht rein. Ah da sind ja ein paar bekannte Gesichter. Toll das auch sie es von Saragin bis hier hin geschafft haben. Wenigstens Sie wollen uns helfen. Mal sehen was sie erreichen können. Wir ziehen uns erst mal wieder ins Gasthaus zurück

Oh der König bittet uns zu sich. Entweder wir sind komplett im Arsch oder Borulin Torkinsglanz war eine ganz große Nummer hier… Wenn der König ruft geht man besser mit.
Der Weg war angenehm. Wir durften unsere Waffen abgeben und haben eine Rundfahrt zu allen technischen Highlights erhalten. Wir sollen beeindruckt sein.
Oh der Souverän dieses Reiches macht uns für den brennenden Berg verantwortlich. Wir sollen das wieder in Ordnung bringen. Am liebsten würde ich ihm sagen was ich von ihm halte aber wir könnten die Möglichkeit erhalten unseren Schwur zu erfüllen und endlich diese Rüstung wieder an den rechtmäßigen Eigentümer zu übergeben. Also erklären wir uns bereit zu tun worum er uns bittet. Wir dürfen uns ausrüsten und erhalten alle Unterstützung die man uns geben kann. Immerhin!
Der Nachfahre vom Borulin Torkinsglanz lebt direkt am Berg in seiner Mine. Es gibt einen Wölundpriester der, seit ewigen Zeiten, direkt am Berg lebt.
Na gut. Wir versuchen mit einem Löschwagen der Feuerwehr zu den Flammen zu gelangen. Vorher machen wir noch einen Abstecher zu dem Empfänger der Rüstung und dem Einsiedler.
Der Erbe entpuppt sich als Thaumaturg. Ein Alter Zwerg dem Tode nahe. Wir erfüllen ihm seinen letzten Wunsch und bringen ihn zum sterben zu seinem Hort. Dort erfüllt sich unser Schwur. Der Geist von Borulin Torkinsglanz nimmt Abschied von uns und verschwindet mit seinem Erben. Doch bevor sie endgültig gehen überlassen die beiden uns die Reichtümer aus ihrem Hort.
Weiter zum Problem des brennenden Berges…
Auf dem Weg zurück besuchen wir den Einsiedler. Er sagt uns er hat uns erwartet. Er hat die Ereignisse voraus gesehen. Er hat die Disir reiten sehen und auch er ist der Meinung das das was da auf dem Berg passiert unsere Sache ist.
Also auf geht’s .
Das Feuer ist hell aber nicht extrem heiß Mit dem Löschwagen haben wir hier keinen Erfolg.
Versuchen wir es mit Magie. Ein angriff mit Magie schwächt die Flammen. Ich bin aber zu erschöpft um für uns alle einen Durchgang durch die Flammen zu schaffen. Alver der selbst auch erschöpft ist hilft mir so gut er kann. Bevor unsere Kraft ganz aufgebraucht ist versuche ich einen Trick um die Flammenwand zu überwinden.
Auf der anderen Seite fand ich einen riesigen gleißenden Schild der in der Erde steckte. Es war Vidars Schild. Der Schild gebiert den Feuerring. Der Schild muss zurück an den Himmel. Nur wie? Alver ruft mir zu: Nur ein Opfer kann ihn bewegen! und wirft mir den Gänsefederkragen zu.
Also betete ich „Vidar bring deinen Schild zurück an den Himmel. Die Bewohner dieses Tales sind unschuldig und leiden…„
Und dann nahm ich all meine Kraft und schob den Schild gen Himmel. Der Schild zitterte und bebte und dann erhob er sich und nahm seinen Platz wieder ein. Der Feuerring erlosch und ich fand Zeit mir die Frau in der silbrigen runenübersähten Rüstung anzusehen.
Eine Berührung meiner Hand weckte die Disir auf die Vidar nieder geschmettert hat. Ihr Name ist Siv.

Das Tal unter der roten Sonne

Bjarnfinnur, Alver und Andrej hatten sich über die alte Zwergenbrücke aus dem vergessenen Tal gerettet und ließen die eingeschüchterten Trolle und die mit sich selbst beschäftigten Söldner damit hinter sich. Vor ihnen lag das Jarliwni-Tal, in dem die Zwerge der Belogora ihre Heimstatt haben. Ein Weg wand sich in Serpentinen von hier oben herunter ins Tal. Es war sichtbar, dass noch über ein Tag Fußmarsch vor den Dreien lag, bevor sie dort unten ankommen würden. So schritten die drei erst einmal kräftig aus um so viele Meter wie möglich zwischen sich und die Verfolger zu bringen und suchten sich bei Sonnenuntergang ein Versteck zum Lagern und Kräfte schöpfen, achteten aber darauf, dass sie von der hinter sich gelassenen Bergkuppe nicht zu sehen sein würden.

In der Nacht wurde es kalt. Die Temperaturen fielen rapide, außerdem konnte Bjarnfinnur hören, wie ein oder zwei große schnelle Tiere durch den Wald hetzten. Nach Norden. Ins Tal. Alver sah während seiner Wache Nordlichter – eigentlich unmöglich im Spätsommer. Und in den frühen Morgenstunden weckte die beiden Andrej, dem es langsam zu kalt wurde, denn die Temperaturen waren weiter gefallen. Eis hatte sich gebildet, Gras und Äste waren reifbedeckt.

Die drei Abenteurer wanderten weiter, sehr aufmerksam nun. Die Sonne ging auf, doch sie war nur ein schwacher roter Leuchtball am östlichen Horizont. Die drei waren sehr beunruhigt. Außerdem konnte man sehen, dass auf einem der Berge um das Jarliwni-Tal ein sehr großes Feuer entzündet worden war. Keiner der drei wusste, ob die Zwerge vielleicht irgendein Fest feierten oder ähnliches oder ob das Feuer übernatürliche Ursachen hatte.

Spuren in den Tiefen der Berge

Nach der plötzlichen Flucht aus dem Lager der Waelinger hatten sich Andrej, Bjarnfinnur und Alver Svartblick mit einem Boot ans andere Brega-Ufer gerettet. Sie berieten, was zu tun wäre, und kamen überein, dass sie sich in die Berge schlagen würden, wo die Waelinger sie nicht aufspüren können würden. Da im Morgengrauen von Alyssa, Aiolos und Nikolai immer noch keine Spur zu sehen war, teilten die drei die Teile von Borulins Silberrüstung unter sich auf und begannen den Aufstieg in die Berge. Zuerst durchschritten sie das Tal am Fuß des Drachenbergs, das sie schon einmal besucht hatten. Diesmal namen sie den nördlichen Ausgang des Tals. Sie wählten eine Kletterpartie, die sie auf einen alten Weg entlang des Berges brachte. Dank Andrejs Kletterkünsten schafften es alle drei hinauf, wenn auch Bjarnfinnur schnaufte und fluchte und schwor, er würde sich richtig Klettern beibringen lassen, bevor er das nächste Mal auf Abenteuer auszöge. Alver und Andrej konnten ihm nur recht geben: die Seilschaft hatte Bjarnfinnur ein ums andere Mal halten und retten müssen. Weiter auf dem alten Pass gelangten die drei an eine brüchige Zwergenbrücke. Alvers gute Kenntnis des Brückenbaus machte es ihnen leicht, die brüchigen Stellen zu umgehen.

Sie gelangten auf eine alte Zwergenstraße, die wohl nur noch sehr selten genutzt wurde und schon lange der Witterung und dem Verfall anheim gegangen war. Trotzdem kam man hier besser voran als auf dem Bergpass und die drei Abenteurer waren guter Dinge. Das Wetter hielt auch, obgleich es etwas kühler geworden war. An der Straße fanden sie ein verlassenes Nachtlager einer größeren Gruppe Personen. Sie mussten auch Tiere dabei gehabt haben. Und Andrej fand in der Böschung eine silberne Kette mit einem Medaillon… einem Flammenaugen-Medaillon! Nach kurzer Beratung entschieden die drei, es an Ort und Stelle zu lassen. Wer auch immer hier entlang gekommen war, es war nicht Nikolai, und alle anderen Begegnungen mit Mitglieder des Ordens der Flammenaugen, welche die Abenteurer in der Vergangenheit gehabt hatten, waren eher unangenehm gewesen. Aufmerksam wanderten die drei weiter und hielten sich weiter am alten Zwergenweg, wo er noch erkennbar war. Die Spuren der anderen Gruppe hingegen verloren sich recht bald.

Alver, Andrej und Bjarnfinnur erklommen am nächsten Tag eine alte Zwergentreppe, die auf den Berggrat hinaufführte. Oben angekommen, sahen sie, dass die Treppe auf der anderen Seite abgerutscht und verschüttet war. Sie mussten sich mit einem wütenden Adlerpärchen herumschlagen und dann auf dem Grat balancieren, um etwas weiter östlich hinabklettern zu können. Bjarnfinnur nahm die Adlerknochen mit sich, um daraus experimentelle Runenstäbe zu schnitzen. Sie gelangten so in ein einsames Tal, dass von lichtem Wald bewachsen war. Dort errichteten die drei erst einmal ein provisorisches Lager und Andrej ging auf die Jagd. Bjarnfinnur nutzte seine Kenntnisse, um ebenfalls etwas zu essen aufzutreiben, denn die Vorräte waren längst leer und die letzten Tage hatten sie jedes Mal kaum etwas zu essen gefunden. Das Tal erwies sich als fruchtbar und den Abenteurern ging etwas Kleinwild in die Falle. Außerdem angelten sie Fische aus einem klaren Bach. Endlich konnten sie sich einmal satt essen. Sie fanden aber auch Spuren von einer seltsamen anderen Tierart, einer hühnerähnlichen Vogelart mit sehr seltsamen, echsenartigen Gelegen, wie es schien. Auch diesem Tier versuchten sie eine Falle zu bauen, aber am nächsten Tag waren die Seile verbrannt, wo die Falle ausgelegen hatte. Nächtlich waren Wölfe zu hören und das Zischen dieser seltsamen Vögel. Darum, und weil ihnen ja die Zeit drängte, brachen die drei bald wieder auf und durchquerten das Tal. Sie fanden einen Pass, der hinaus führte und ein altes verwittertes Steinhäuschen, kaum mehr als ein Unterstand. Und als sie über den Grat schauten, breitete sich vor ihnen ein weiteres Tal aus, das auf den ersten Blick bewohnt war.

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Erfreut machten sie sich an den Abstieg hinunter in das Tal. Die alte Zwergenstraße schien geradewegs hindurch zu führen und es gab Rauchfahnen von einem Zeltlager im Südwesten sowie einer kleinen Ansiedlung im Nordosten des Tals. Die Straße war gesäumt von uralten verwitterten Bruchsteinen. Einige ließen erahnen, dass das Tal einst dicht besiedelt gewesen sein musste. Bjarnfinnur fand Hinweise auf zwergische Handwerksgebäude. Bald indes wurden die drei rechtzeitig eines Hinterhalts gewahr und schlugen sich in die Büsche, statt hineinzutappen. Dort auf der Lauer beobachteten sie die Strauchdiebe und fanden heraus, dass es wohl zwei Kundschafter eines größeren Räuberlagers waren. Die Männer schienen militärische Ausbildung genossen zu haben, aber waren vorsichtig und verhielten sich eher unsicher. Bjarne ging auf Konfrontation und konnte die beiden Typen einschüchtern. Einer suchte dann sein Heil in der Flucht, den anderen zwang Bjarne, ihn und seine Freunde zum Dorf im Nordosten des Tals zu bringen. Über die Brücke konnten sie nämlich nicht gehen, da es dort offenbar einen ständigen Überfallposten der Banditen gab.

Auf dem Weg erzählte der Wegelagerer einige Räuberpistolen über das Tal. Man dürfe den alten Steinen nicht zu nahe kommen, da man sonst einfach verschwinden würde. Außerdem sei der Pass am Nordende des Tals durch Trolle versperrt, die ein Menschopfer verlangten, um jemand hinüberzulassen. Niemand käme da lang. Außerdem gäbe es ein zerstörtes Holzfällerlager, in dem es spuken solle, und einen blutrünstigen Bären, der sein Unwesen im Wald triebe. Im Lager der Banditen seien zwei Männer einfach im Wald auf Erkundung verschwunden. Dem Bären begegneten die Abenteurer tatsächlich. Er war riesig und wirklich aggressiv. Zum Glück konnte Bjarnfinnur ihm eine Feuerlanze auf den Pelz brennen. Das brachte ihn zwar nicht um, aber nach einigen Drohgebärden zwischen Bjarne und dem Bären trollte sich das massige Tier. Die Abenteurer zogen weiter, überquerten einen eiskalten Fluss, schlugen einen Bogen um das Holzfällerlager und gelangten schließlich zum Dorf. Dort ließen sie den Räuber laufen, so hatten sie es abgemacht.

Die Leute im Dorf benahmen sich sehr seltsam. Sie waren allesamt kleingewachsen, bucklig und unansehnlich. Zudem alt. Doch ihr das Seltsamste war ihr Verhalten: sie benahmen sich zutiefst höflich, beinahe schon unterwürfig. Wenn sie von den Räubern berichteten, die sie hier um Nahrungsmittel erpressten, verwendeten sie nur die höchsten Lobesworte und bedankten sich gar. Auch einen Wolfsplage, die hier offenbar drohte und schon ein grausames Opfer gefordert hatte, beschrieben sie in freundlichen Worten. Erst beim einarmigen Holzschnitzer des Dorfes erfuhren sie, dass die Dörfler offenbar an einen uralten Fluch glaubten, der über das Tal hereinfallen würde, wenn zu viele böse Taten und böse Worte fielen. Darum waren die Dorfbewohner nun mit Anwesenheit der Räuber nochmal umso freundlicher und höflicher, um das raubeinige, boswillige Tun der Banditen auszugleichen. Eine absurde Idee, befanden die drei Abenteurer, aber natürlich taten ihnen die Dorfbewohner auch leid. Sie fassten einen Plan, wie sie den Ausgang aus dem Tal frei kriegen und dabei die Banditen einbinden könnten, sodass sowohl sie als auch jene verschwinden würden und die Dorfbewohner wieder allein sein würden. Der Holzschnitzer erzählte ihnen noch einiges mehr über das Tal – Sagen und Legenden, denen nachzugehen es die Abenteurer gelüstete… aber zuerst mussten sie ihren Schwur um Borulin Torkinsglanz Silberrüstung erfüllen!

Bjarnfinnur verhandelte mit dem Hauptmann der Söldner – denn es stellte sich heraus, dass es geflohene Söldner aus dem Lager der Blutfürstin waren – und sie wurden sich nach zähen Verhandlungen einig. Die Söldner waren in Besitz einer Rezeptur für magisches Trollöl, einem Waffenöl, dass bei Trollen offenbar besonders heftigen Schaden verursachen sollte. Leider war ihr Alchimist umgekommen und sie konnten es daher nicht herstellen. Bjarne überzeugte sie aber, es anstelle dessen mit geprägten Runenstäben für die ganze Truppe anzugehen. Er traute dem Hauptmann nämlich nicht über den Weg und so konnte er mehr Kontrolle ausüben als mit dem Öl. Die nächsten paar Tage verbrachten die Abenteurer bei den Söldnern im Lager. Bjarnfinnur schnitt Runenstäbe im Akkord, Alver und Andrej bewachten ihn abwechselnd. Andrej kundschaftete noch die Umgebung der Brücke im Norden aus, wo die Trolle wachten und wo sie ihr Lager hatten. Er zählte sieben Trolle, eine ganze Sippe.

Schließlich hatte Bjarnfinnur alle Vorbereitungen abgeschlossen und auch einigen Sonderwünschen der Söldner entsprochen – oder zumindest so getan. Untereinander war die Truppe nämlich nicht so einig, wie es den Anschein gehabt hatte. Der Ansturm auf die Trolle an der Brücke lief erst einmal gut. Zwar konnten die Feuerlanzen nicht alle durch die harte Haut der Trolle dringen, aber allein die Explosionen von jeweils 10 magischen Feuerlanzen war beeindruckend und furchtbar genug, dass die verbliebenen Trolle Schutz suchten und zumindest die Abenteurer über die Brücke konnten. Sie sahen hinter sich noch, wie die Söldner versuchten, die Runenstäbe gegeneinander zu richten, aber Bjarnfinnur hatte sowohl die Aufständler als auch den Hauptmann ausgetrickst, sodass keiner ihrer „Extra-Stäbe“ funktionierte. Der Hauptmann behielt dadurch die Oberhand über den Putschversuch. Doch mehr sahen die Abenteurer nicht, denn sie waren schon über die Brücke.

Auf der anderen Seite angelangt konnten sie bald in der Ferne ein angrenzendes Tal erkennen. Es schien sich um das gesuchte Jarliwni-Tal zu handen – wo das Königreich unter den Weißen Bergen liegen soll.

Graf Juritins Pläne

Diese Episode wird uns davon erzählen, wie sich Alyssa, Nikolai und Aiolos allein durchschlagen. Sie waren von den anderen getrennt worden und hatten sich in die Ausläufer des moravischen Waldes geschlagen. Was ihnen dort bevorstand und welche Fäden im Folgenden daraus gesponnen würden, davon wird diese Episode erzählen.

(Diese Episode ist erst zu einem kleinen Teil geschehen.)

Krieg der Kobolde

Die Abenteurer hatten den Weg durch das Höhlensystem unter den Minen von Saragin hin zu den Gruftkatakomben der Festung gefunden und tasteten sich nun vorsichtig den Gang Richtung Burghof vor. Die ehemals verschlossene Tür stand nun offen und die Abenteurer erhaschten eine Blick auf einen belebten Markt – von Kobolden! Um nicht auf sich aufmerksam zu machen, schlichen sich die Abenteurer vorsichtig näher und fanden eine Tür, die links in einen ihnen bisher unbekannten Gebäudetrakt führte. Sie war unverschlossen und bot die Möglichkeit, den belebten Burghof zu umgehen. Kurzerhand verschwanden die Abenteurer dort und erkundeten die sich anschließende Wendeltreppe bis sie in einen kleinen Raum gelangten, der nichts außer einem leeren Waffenständer und einem verhängten Wandspiegel beinhaltete. Als die Abenteurer den Wandspiegel freilegen wollten, fing eine verzerrte Fratze, die sich in dem Spiegel zeigte, schrill zu schreien an, sodass es den Abenteurern in den Ohren klingelte. Ungeachtet der Gefahr des Entdecktwerdens versuchten die Gefährten, dem Spiegel beizukommen. Sie schrien zurück, sie versuchten, ihn zu beschwichtigen… nichts half. Da verhängten sie ihn wieder. Einige Koboldwachen waren jedoch offenbar aufmerksam geworden und klopften von außen an die Tür des kleinen Turmraumes. Nikolai versuchte mit verstellter Stimme, einen Kobold nachzuahmen, was ihm auch gelang, nachdem ihm Bjarne ordentlich ins Gemächt getreten hatte. So konnten sie die etwas einfältigen Wachkobolde beruhigen. Um dennoch durch die Wand zu kommen, schlug Alver mit seinem magischen Hammer Steine aus der Wand, während Nikolai die Wachleute draußen weiter zu beschwichtigen versuchte. Zum Glück war durch die Magie des Hammers schon nach wenigen Schlägen ein Loch entstanden, durch das sich alle hindurchzwängen konnten. Einzig Alvers Rundschild blieb stecken und ging dabei kaputt. Er ließ ihn als Hindernis stecken.

Nun waren die Abenteurer tatsächlich in die Kernburg gelangt! Sie kämpften sich umsichtig und entschlossen vor und vernichteten alle Kobolde, die sich ihnen entgegen stellten oder auch zu fliehen versuchten. Eine Schneise des Todes schlugen sich die Gefährten durch hauptsächlich erschrockene, unvorbereitete Kobolde, die sich offenbar dem Totem Fledermaus nahe fühlten. Im ehemaligen Eingangsbereich des Gästetrakts, durch den die Abenteurer sich hier bewegten, kam es zum Kampf zwischen den meisten Mitgliedern des Koboldstammes und den Abenteurern. Obwohl es viele waren, hatten die Kobolde gegen die gut gerüsteten und erfahrenen Abenteurer keine Chance. Die Abenteurer töteten alle. Männer, Frauen, Kinder. Denen, die geflohen waren, wurde unbarmherzig nachgestellt und die Abenteurer fanden sie schließlich im verfallenen Nordwestturm. Die letzten Schamanen beschworen Vampirfledermäuse und die letzten Krieger deckten die Abenteurer mit Pfeilen ein. Es half ihnen nichts. Die Abenteurer erschlugen sie alle.

An ein mitgenommenes Möbelstück gebunden fanden sie in dem Turm einen kleinen Menschenjungen, der völlig verwahrlost war und die menschliche Sprache nicht verstand. Er konnte nur die Dunkle Sprache der Kobolde verstehen und sprechen. So übersetzte Nikolai und der Junge erzählte, dass er vom Fledermaus-Stamm seiner Mutter geraubt und hierher verschleppt worden war, um dem Fledermaus-Totem geopfert zu werden. Das pfiffige Kind, dass wohl kaum sechs Sommer zählte, erzählte den Abenteurern auch, dass der Fledermaus-Stamm in Kontakt mit „der großen Feuer-Mächtigen“ stand. Es war klar, dass dies wohl der Drache sein musste. Das Kind selbst zählte sich zum Wühlmaus-Stamm, einem anderen Kobold-Stamm, der mit den Fledermaus-Kobolden im Krieg stand.

Die Abenteurer berieten sich und beschlossen, sich zuerst einmal den Drachen anzusehen. Vorsichtig schlichen sie in die Richtung, in der sie den Thronsaal vermuteten. Und tatsächlich fanden sie dort, auf einem großen Berg Münzen und Geschmeide liegend, einen mächtigen golden-grünen Drachen liegen und schlafen. Der Drache war größer als sie gedacht hatten und offenbar bildete er sich, denn neben seinem Kopf stand ein Stehpult mitsamt einem Stapel Bücher daneben.

Ratlos, was man nun tun könne, beschlossen die Abenteurer, erst einmal den kleinen Jungen zurück zu seiner Mutter zu bringen. Er sagte, sie habe großen Einfluss im Wühlmaus-Stamm. Den Abenteurern dämmerte zwar, dass diese Mutter wohl wahrscheinlich auch ein Kobold war, aber sie wollten trotzdem schauen, ob sie mit den Kobolden möglicherweise eine Allianz schließen oder sie sich untertan machen konnten. Sie bewegten sich also vorsichtig hinter dem Kind her, vermieden offenes Terrain und das Gesehen-Werden durch andere Kobolde. Der Junge erzählte, dass der Marder-Stamm sein Hauptquartier in den Ruinen des ehemaligen Gesindetrakts habe und dass diese Kobolde sehr gut bewaffnet wären und aus dem Hinterhalt zuschlügen. Die Gefährten wollten lieber nichts riskieren und wählten den Weg durch den ehemaligen Gästetrakt, den sie ja schon auf dem Hinweg „aufgeräumt“ hatten. Bis hin zur Außenburg schlugen sich die Abenteurer mit dem Kind durch, ohne gesehen zu werden. Dann hatten sie Pech. Als sie über den Burghof schlichen, schossen ein paar Kobolde von den Türmen Pfeile auf sie ab. Einer davon traf leider Bjarnfinnur, dessen Berserkerkrankheit aus ihm herausbrach. Er rannte direkt in die Menge der Kobolde auf dem Burghof, die dort mit größtenteils wertlosem Tand Handel trieben. Umsichtig und gedankenschnell zog Nikolai durch ein paar Schmährufe die Wut des rotschopfigen Waelingers auf sich und rannte auf das Hauptquartier des Wühlmaus-Stammes zu, was seine Beine hergaben. Das dürfte Bjarnfinnur wohl das Leben gerettet haben, denn gegen so viele Kobolde, wie auf dem Burghof und auf den Türmen waren, hätte wohl auch er nicht bestehen können. Bjarnfinnur rannte also wutentbrannt hinter Nikolai her, eine Stiege hinauf und in ein Haus hinein – ehemals wohl das des Marschalls, des Kommandeurs der Reiterei.

Mitten zwischen den aufgeschreckten Kobolden des Wühlmaus-Stammes warf sich Bjarnfinnur also auf Nikolai und die beiden begannen wild miteinander zu raufen. Zum Glück schaffte es Nikolai mit einem schnellen und brutalen Griff, Bjarnfinnur an den Boden zu nageln und so zu blockieren, bis er sich beruhigt hatte. Alyssa und Alver sprachen bei der Matriarchin des Stammes vor, die sich glücklicherweise auch als die „Mutter“ des Findelkinds herausstellte und sehr glücklich darüber war, dass die Abenteurer „ihr Kind“ aus den Fängen des verhassten Rivalenstammes befreit hatten. Nikolai und Bjarnfinnur versuchten beide unabhängig voneinander, sich in das Gespräch miteinzubringen und es – jeder in eine andere Richtung – zu lenken. Ein ziemliches Durcheinander entstand und die Kobolde wurden sich untereinander uneins. Da tauchten aus dem Untergeschoss die drei Stammesschamanen auf und prophezeiten großes Unheil, das die Abenteurer über den Stamm brächten. Sie würden dafür verantwortlich sein, dass der Stamm große Verluste erleiden und die Überlebenden von hier vertrieben würden. Die Abenteurer müssten sofort gehen! Daraufhin eskalierte die ganze Situation, als Bjarnfinnur und Nikolai die Schamanen angriffen und die Kobolde ihnen hunderte von Piken und Stoßspeeren entgegenstreckten. Die Abenteurer flohen und rannten zu einem nahegelegenen Turm, wo sie sich verbarrikadierten. Glücklicherweise fanden sie dort – nachdem sie eine Kobold-Wachmannschaft beseitigt hatten – eine Passage zum Torhaus. Dort versteckten sie sich.

Gegen morgen wurden die Abenteurer von mehreren Erdstößen aufgeschreckt. Sie lugten vorsichtig aus einem Fenster und sahen zu ihrem Grauen, dass sich der Drache aus seinem Thronsaal aufgeschwungen hatte, mit ein paar Flügelschlägen die Kernburg überquerte und sich donnernd auf einem der Türme niedergelassen hatte. Er holte tief aus seinem langen geschuppten Hals seinen Feueratem hervor und richtete ihn auf das Hauptquartier des Wühlmaus-Stammes! Das Haus brannte lichterloh. Ein zweiter Feuerstoß ließ es in sich zusammenbrechen. Die Abenteurer versteckten sich erschreckt und warteten ab. Der Drache zog sich zum Glück wieder zurück.

Schließlich waren die Gefährten zu dem Schluss gekommen, dass das einzige, was sie jetzt tun konnten, war, das Burgtor zu öffnen und das fragile Gleichgewicht zwischen den Trollen außerhalb der Burg und den Kobolden innerhalb mit ihrem mächtigen Beschützer zu stören. So würde sich der Drache möglicherweise zeigen müssen, um die Trolle zu vertreiben. Oder aber zumindest die Kobolde würden von den Trollen angegriffen und dezimiert. Also kümmerten sich die Abenteurer darum, dass die mächtigen Tore der Burg sich öffneten und – mit etwas Feuer – dass die Trolle es außen auch bemerken würden. Dann seilten sich die Abenteurer von ihrem Versteck im Torhaus nach draußen ab und schlugen sich zum Eingang der Minen durch, wo sie Deckung suchten.

Blutige Brega

Spätsommer des 5. Jahres: Nordrand Moravods/Wolfsebene:

Die Abenteurer waren von den Männern Ingvars auf der Nordseite der Brega aufgesammelt und ins Lager gebracht worden. Dort bewirtete man sie erst einmal gut, denn die Gefährten waren durch die Tage im Drachenhort mit halben Rationen und den anstrengenden Abstieg aus den Bergen geschwächt, stellte jedoch auch Fragen nach ihrer Herkunft und ihren Zielen.

Im Lager befanden sich die Mannschaften von gut zwölf Kriegsdrakars aus der Flotte Thormunds des Roten, der damit die Küste im Westen mit Krieg überzogen hatte. Sein Sohn Ingvar, Befehlshaber der Flotte, befand sich in Saragin auf ein göttliches Zeichen hin, dass ihm im Traum geschickt worden war. Wölund, der Gott der Wanderschaft, der Handwerker, Schmiede und Baumeister, der die Brücke von Midgard nach dem göttlichen Tyggrgard bewacht, hatte Ingvar hierher gerufen, um Saragin von der Herrschaft der Ungeheuer zu befreien. Ingvar wollte tun, was der Gott wünschte und dabei gleichzeitig Saragin zu einem waelischen Außenposten der Freden machen. So würde er sich das Wohlwollen der Götter, seines Vaters und gewiss auch des Jarlkunr und Högjarls der Freden auf einmal erwerben. Die Männer Ingvars waren harte Kerle, von vielen erfolgreichen Vidhingfahrten geprüft und gestärkt und in der Welt gefürchtet. Sie waren ihrem Anführer ergeben und außerdem der Meinung, dass sie für all das Glück auf ihren Fahrten und die Reichtümer, die sie hatten anhäufen können, nun den Göttern eine Gegenleistung bringen müssten. Es wurde deutlich, dass diese Männer ihr Unterfangen wohl nicht einfach aufgeben würden.

Ingvar selbst bat Bjarnfinnur gefolgt von Nikolai und Alyssa zu einer persönlichen Unterredung, als diese vor den Männern anfingen,über die Katastrophe in der nahen Zukunft zu reden, die von der Drachin geweissagt worden war. Alyssa stellte sich dem Fredenanführer als die Frau vor, die schon einmal einen (männlichen) Waelinger im Zweikampf besiegt habe und der nun als ihr Gefährte und Kapitän ihres Schiffes die Meere durchkreuzt. Bjarnfinnur vermied es, einen Verdacht der Seidwirkerei auf sich kommen zu lassen und berief sich auf die Axt an seinem Gürtel und seine Abstammung von einem bekannten godrischen Pferdezüchter. Über Nikolais Herkunft ließen die drei nichts verlautbaren. Ingvar hörte sich an, was die Abenteurer ihm zu sagen hatten und erzählte ihnen im Gegenzug, dass er erst vor einer Tagesspanne einen belogorischen Unterhändler geköpft habe, der ihn mit seinem unverschämten Anliegen geärgert hatte, die Waelinger mögen sich der Streitmacht der Blutfürstin Mirka Belogorska anschließen. Die Abenteurer befürchteten nun das Schlimmste und brachten ihre Sorgen vor einem Drachenangriff auf das Lager der Waelinger zum Ausdruck. Ingvar ordnete daher an, die Drakars ein Stück weiter weg vom Lager flußabwärts zu vertäuen. Da Ingvar sie bat, boten Nikolai und Alyssa schließlich an, als Gesandte zum Lager der Belogoroj zu reiten und zu verhandeln zu suchen. Sie wurden mit Pferden ausgerüstet und ritten los.

Tatsächlich wurden die Abenteurer schon bald in der Nacht von Schreien und Flüchen aus ihren Zelten getrieben und sahen mit an, wie ein Teil der Flotte in Rauch aufging. Es war ein Vergeltungsschlag der belogorischen Freischärler für den Mord an ihrem Unterhändler. Die Waelinger stürzten zu den Booten um zu löschen, was zu löschen war. Als sie die Hoffnungslosigkeit der Lage und das Nahen des prophezeihten Unterganges des Lagers durch den Drachen erkannten, stahlen sich die übrigen Gefährten aus dem Lager und setzten mit einem Boot zum Nordufer der Brega über.

Nikolai und Alyssa, gefolgt von Aiolos, gelangten zum Lager der Belogoroj und verlangten, den Befehlshaber zu sprechen. Man verwies sie aber nachdrücklich zu den Schreibern. Nach einigem hin und her mit den stocksteifen Schreibern erzählte Nikolai den Männern und Frauen im Lager lautstark von der drohenden Gefahr durch die Drachin, der wahren Herrscherin über Saragin. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Lager der Freischärler und viele begannen schon, ihre Sachen zu packen. Von einer erhöhten Position aus beobachteten drei bleiche Gestalten in nachtschwarzen Rüstungen das Geschehen und die beiden Reiter, die solche Unruhe ins Lager gebracht hatten. Sie griffen nicht an, und doch stachen ihre Blicke noch in die Rücken von Nikolai und seiner Begleiter, als diese sich mit ihren Pferden einen Weg durch die fliehenden Söldner aus dem Lager bahnten und in der Nacht verschwanden.

Sie hielten in weitem Bogen um das waelische Lager und durch den nahen Wald auf das Bregaufer zu und ritten weiter gen Westen.

In den Morgenstunden konnte von Ferne die Drachin beobachtet werden, wie sie die Triboke des waelischen Lagers mit ihrem Feuerhauch bedeckte. Dank zwergischer Finesse und der Warnung der Abenteurer schossen diese noch den ein oder anderen Brandsatz in die frühmorgendliche Stadt der Trolle, bevor sie unter ihrem Gewicht und dem Feuer zerbarsten und zusammenbrachen.

Das Zerbrochene Schwert

Spätsommer des 5. Jahres: Nordrand Moravods/Belogora-Gebirgszug:

Die Abenteurer hatten sich kaum von den anstrengenden Kämpfen gegen die untoten Zwerge und die Riesenspinne erholt, da wurden sie einer weiteren Bedrohung gewahr: Ghule hatten sich durch den Schutt in der Halle hinter ihnen gegraben und bedrängten die Abenteurer nun. Sie wagten sich jedoch nicht in den Lichtschein, den Andrejs Laterne immer noch in den Schmiederaum warf. So waren die Abenteurer vorerst sicher, aber die Ghule begannen, aus der Dunkelheit mit Steinen zu werfen. So blieb den Abenteurern nichts weiter übrig, als den Monstern ins Dunkel zu folgen und sie zu erschlagen.

Als das getan war und alle zumindest ein wenig zu Atem gekommen waren, kletterte Bjarnfinnur durch den alten Versorgungsschacht, der am Rauchfang der Schmiede entlang bis zu einer alten Klappe führte, bis direkt in die Drachenhöhle. Aus seiner Deckung heraus beobachtete er die ungeheure Drachin, die dort oben auf ihrem Schatz lag und las und ihre Zauberkräfte übte. Er beschloss, sich magisch so weit es möglich war, mit Siegeln und Runenstäben gegen den Drachenodem und die drachische Zauberkraft zu wappnen und dann hinauszuklettern, um sich zu Verhandlungen mit Smauglynn, der Drachin, zu stellen.

Tatsächlich schaffte er es, ein schleppendes Gespräch mit dem magischen Ungeheuer in Gang zu bringen. Und das, obwohl die Drachendame männlichen Exemplaren der Gattung Mensch ganz und gar nicht wohlgesonnen war. Schließlich, als die Verhandlungen drohten, in eine Sackgasse zu geraten, bat Bjarnfinnur stirnrunzelnd Alyssa zu sich hinauf in die Drachenhöhle. Alyssas Redegewandtheit und Verführungskunst wurde wieder und wieder auf eine schwere Probe gestellt, vielleicht die schwersten seit je, doch schließlich gelang es den Abenteurern, mit der Drachin einen Handel abzuschließen.

Sie würde den Abenteurern die Silberne Rüstung des Borulin Torkinsglanz aushändigen, allerdings nur für eine ungewöhnliche und schwierige Gegenleistung, die für sie einen besonderen Wert hatte. Sie besaß ein zerbrochenes goldenes Schwert, das Goldene Schwert des Ruhms, zu dem sie den Abenteurern nicht mehr verriet, als dass ein moravischer Ritter dieses einst gegen sie geführt habe und es im Kampf zerbrochen war. Es solle das Charisma, die Klugheit und die Schönheit des Trägers in unglaublicher Weise steigern. Zudem solle es auf magische Weise verstärkt und geschärft sein. Bjarnfinnur besaß ja aus dem Weißen Buch Vom Kalwenkor eine Spruchrolle des seltenen Zaubers Schmiedeband, der eine beliebige geschmiedete Waffe wieder ganz schmieden konnte, selbst wenn es eine magische sei. Daher machte er sich gleich daran, den Zauber zu meistern, um ihn schließlich nach vier Tagen auf das Goldene Schwert anzuwenden. Alyssa musste sich in dieser Zeit Tag um Tag darum kümmern, dass Smauglynns Laune nicht sank. Sie knüpfte Tag für Tag und Geschichte für Geschichte ein Band von Gewogenheit um die Drachin, die Alyssas Zungen ein ums andere Mal erlag.

Als schließlich der Tag der Übergabe gekommen war, zeigte sich die Drachin trotz alledem misstrauisch und stellte das Band des Vertrauens zwischen den Abenteurern auf eine harte Probe. Sie folg mit Alyssa auf ihrem Rücken in weitem Bogen um Saragin und die Berge, während sie vorgeblich die anderen Abenteurer mit ihrem Schatz zurückließ. Doch Alyssa wusste, würde nur ein Teil fehlen, so hätte ihr letztes Stündlein geschlagen. Glücklicherweise argwöhnten die Gefährten schon eine Falle, weswegen sie den Schatz nicht anrührten und dadurch Smauglynns Prüfung ihrer Redlichkeit bestanden.

Sie ließ die Abenteurer also mit der Rüstung ziehen. Ausgehungert wie sie waren – sie hatten die letzten vier Tage auf halben Rationen verbracht, um Bjarnfinnur genug Zeit zu geben, seinen Schmiedezauber zu weben – und müde und erschöpft kletterten sie von Smauglynns Berg herunter in ein schattiges Tal, wo Andrej und Nikolai Kaninchenspuren fanden. Nach einem kargen Mahl am folgenden Morgen wanderten die Abenteurer aus dem Bergtal heraus und einen Pfad entlang durch die Vorberge bei Saragin, bis sie an die Ufer der Brega kamen. Auf dem jenseits des Flusses gelegenen Südufer erblickten sie das Lager der Waelinger, das sie schon von oben einmal gesehen hatten. Sie beschlossen, dorthin zu gehen und um die Gastfreundschaft der Nordmänner zu bitten. Es ging ihnen aber darum, die Waelinger zu warnen, denn sie wussten von Smauglynns astrologischen Berechnungen und Plänen, dass ein Konflikt zwischen den Waelingern und den belogorischen Freischärlern den beiden Fraktionen den Untergang bringen könne. Sie konnten auf sich aufmerksam machen und ein Boot der Waelinger ruderte über den Fluss, um sie aufzunehmen. So gelangten sie ins Lager Ingvars, Sohn Thormunds des Roten, den man Blutaxt nannte.

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