Das Haus des Thaumaturgen

Winter des 5. Jahres: Geltin im Süden Moravods:

Athanasios war seit einiger Zeit in Geltin angekommen, wo er nach Neuigkeiten von der Lastebil, seinem Schiff, Ausschau gehalten und einige Botengänge für seinen Freund Marek Blason aus Slamohrad ausgeführt hatte. Er wurde langsam rastlos und es schien, als würden hier in Geltin keine weiteren Anhaltspunkte auf das Schiff oder Hinweise auf Kapitän Kosmas Wege zu holen sein. Doch eines Abends in Athanasios bevorzugtem Gasthaus traf er auf eine illustre Spielrunde, an einem der Nebentische, die aus einem alten Chryseier, einem auffälligen Küstenstaatler und einem Moraven bestand. Diese führten ein Gespräch über eine Schatzkarte, die eine Seegegend zu zeigen schien. Als er sich zu der Gruppe begab, erkannte ihn der alte Mann plötzlich wieder! Es war Gadipanios der alte Weggefährte seines Ziehvaters Kosmas, der seinen Lebensabend offenbar hier in Geltin bestritt. Er fragte Athanasios sofort nach der Karte, der er wohl auch er auf der Spur war. Und er erklärte, dass es von dieser Sorte Karte genau zwei Stück gab. Einst besaßen beide Männer, Kosmas und der Alte, je eine von diesen Karten. Sie wollten jeder für sich deren Geheimnis auf die Spur kommen, doch Zeit ihres Lebens hatten sie das nicht ergründen können. Nun, als Athanasios erzählte, dass Kosmas die Karte hier in Geltin an einen Pflandleiher verpfändet hatte, schöpfte der Alte Hoffnung, mithilfe der neuen Gefährten vielleicht doch noch den Schatz zu finden, den diese Karten offensichtlich bargen.

Bei ihm waren der moravische Magier Bunias und der lidralische Parfümhersteller und Heiler Alonso Tiziano. Die beiden wollten gegen eine Belohnung gerne an der Suche nach der Karte teilnehmen. Und so zogen die vier Männer am Folgetag mit einem Karren und einem Pony los, um gen Slamohrad zu reisen. Doch zuvor, so eröffnete ihnen der alte Chryseier, mussten sie noch etwas im Osten abholen. Es solle nur wenige Tagesreisen von Geltin entfernt sein. Und so war es auch, denn sie zogen 5 Tage nach Osten, als ein Sturm sie zu einer Übernachtung in einem Gutshaus am Wegrand zwang. Es sollte ein denkwürdiger fünfter Reisetag werden, denn aufgrund einer magischen Anomalie erlebten die Abenteurer diesen Tag selbst an die fünf Male, bis sie das Rätsel lösen und die Zeitschleife sprengen konnten. Der überglückliche Magier und Thaumaturg Grigori Tandrill, dem das Anwesen gehörte, war den Abenteurern sehr dankbar da sie den Tod seiner Frau verhindern halfen.

Zwei Tage später drangen die vier Männer in einem Waldstück in eine Höhle ein und bargen aus einer versteckten Truhe den einen Teil der Karte, den der alte Chryseier dort vor Jahren verborgen hatte. Er zeigte sich sehr dankbar und gab den Gefährten, mit den Worten "Dieser Beutel ist ein Vorgeschmack auf das Ende unserer Reise und sollte mir Eure Treue und Loyalität sichern.", jeweils einen prall gefüllten Beutel Gold dafür.

Nun hatten die vier Abenteurer das Original der einen Karte bei sich und würden sich als nächstes auf den Weg nach Slamohrad machen, um irgendwie die erkalteten Spuren des Jaquento Selvando wieder aufzunehmen und ihm die zweite Karte mit allen Mitteln abzujagen.

 

 

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