Das Tal unter der roten Sonne

Bjarnfinnur, Alver und Andrej hatten sich über die alte Zwergenbrücke aus dem vergessenen Tal gerettet und ließen die eingeschüchterten Trolle und die mit sich selbst beschäftigten Söldner damit hinter sich. Vor ihnen lag das Jarliwni-Tal, in dem die Zwerge der Belogora ihre Heimstatt haben. Ein Weg wand sich in Serpentinen von hier oben herunter ins Tal. Es war sichtbar, dass noch über ein Tag Fußmarsch vor den Dreien lag, bevor sie dort unten ankommen würden. So schritten die drei erst einmal kräftig aus um so viele Meter wie möglich zwischen sich und die Verfolger zu bringen und suchten sich bei Sonnenuntergang ein Versteck zum Lagern und Kräfte schöpfen, achteten aber darauf, dass sie von der hinter sich gelassenen Bergkuppe nicht zu sehen sein würden.

In der Nacht wurde es kalt. Die Temperaturen fielen rapide, außerdem konnte Bjarnfinnur hören, wie ein oder zwei große schnelle Tiere durch den Wald hetzten. Nach Norden. Ins Tal. Alver sah während seiner Wache Nordlichter - eigentlich unmöglich im Spätsommer. Und in den frühen Morgenstunden weckte die beiden Andrej, dem es langsam zu kalt wurde, denn die Temperaturen waren weiter gefallen. Eis hatte sich gebildet, Gras und Äste waren reifbedeckt.

Die drei Abenteurer wanderten weiter, sehr aufmerksam nun. Die Sonne ging auf, doch sie war nur ein schwacher roter Leuchtball am östlichen Horizont. Die drei waren sehr beunruhigt. Außerdem konnte man sehen, dass auf einem der Berge um das Jarliwni-Tal ein sehr großes Feuer entzündet worden war. Keiner der drei wusste, ob die Zwerge vielleicht irgendein Fest feierten oder ähnliches oder ob das Feuer übernatürliche Ursachen hatte.

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