Monats-Archiv:April, 2016

Die vergessene Drachenschmiede

Die Abenteurer waren zurückgekehrt unter die Zwergenminen von Saragin, in die alten Stollen, in denen sich vor dem Fall der Stadt Kobolde und Trolle herumgetrieben hatten, die nun draußen in den Ruinen ihr Unwesen trieben. Schon einmal hatten sie den immer enger werdenden Gang zur Drachenhöhle gefunden, sodass sie auch dieses Mal herfanden.

Einige von ihnen waren recht angeschlagen. Der Coup, der Drachin die Silberrüstung zu stehlen, während dieser von dem Schwarzalben Resvelgur besucht wurde, war an übernatürlichen Versetzungs-Runen gescheitert und die Drachin hatte sich mit der Rüstung in die Luft geschwungen. Nun war die Hoffnung der Abenteurer, dass sie die Rüstung in ihre Höhle zu den anderen Schätzen bringen würde. Bjarnfinnur hatte die flehenden Gesten des Zwergengeistes Borulin im Thronsaal so interpretiert.

Darum war es wohl auch an ihm, die Höhle durch den Gang auszukundschaften. Er sah einen Teil des Schatzes, er sah die Drachin, die offenbar damit beschäftigt war, den Runenzauber zu üben, den ihr der Schwarzalb beigebracht hatte. Die Abenteurer gingen mittlerweile davon aus, dass es sich bei dem Schwarzalben Resvelgur um den Gott Kjull oder zumindest seinen Diener handeln musste. Leider war die Rüstung nicht zu sehen und Bjarnfinnur konnte sich nicht ganz in die Höhle schleichen, ohne Lärm zu verursachen. Also beobachtete er nur stumm, wie das Ungeheuer übte – und zornig wurde über ihre Ergebnisse! Die Erde bebte und der Gang, in dem sich Bjarnfinnur befand, begann einzustürzen. Er rannte zurück, doch auch ein Großteil des Bodens am anderen Ende des Kriechgangs stürzte in die Tiefe. Mit einigem Geschick und Kletterkunst konnte der Waelinger sich festklammern. Die Kameraden auf der anderen Seite des Einsturzes konnten nur zusehen, bis sich das Beben gelegt hatte.

Dann kletterte Nikolai in den entstandenen Schacht hinunter und half Bjarnfinnur, halbwegs heile herunterzukommen. Zusammen mit Andrej begannen sie dann, sich umzusehen. Es schienen uralte zwergische Ruinen zu sein, in deren eingestürzten Trümmern sie standen. Doch lange Zeit zum Beobachten blieb ihnen nicht, als Nikolai im Dunkeln plötzlich Zwergenskelette in prunkvollen Rüstungen fand, die begannen, sich auf ihn zuzubewegen. Auch Andrej wurde attackiert – von Koboldskeletten, die sich aus den eingestürzten Trümmern heraus gruben. Alyssa, Aiolos und Alver unterstützten von oben, die Koboldskelette wurden zurückgeschlagen oder gleich vernichtet. Mit den Zwergenskeletten sah es aber anders aus, da sich aus ihren Waffen und Rüstungen bei jeder Berührung magische Blitze lösten. So zogen sich auch Bjarnfinnur, Nikolai und Andrej vorerst zurück und die Abenteurer entwarfen einen Schlachtplan.

Sie hatten erkannt, dass am jenseitigen Ende eine magische Tür war. Diese musste gebannt werden, aber die Zwergenskelette mussten auf Abstand gehalten werden. Schließlich gelang es den Abenteurern gemeinsam, an den Zwergenskeletten vorbei zu kommen und die Tür zu bannen.

Hinter der Tür befand sich der Zentralraum der Zauberschmiede, denn das war diese Ruine wohl einmal gewesen. Von einem Kampf zeugte vor allem eine wohl durch einen unbekannten Zauber vor langer Zeit erzeugte magische Lava, die in diesem Zentralraum alles bedeckte. Nikolai konnte sie bannen, doch die schiere Kraft des Zaubers ließ ihn beinahe vor Entkräftung scheitern.

Nach einem Kampf gegen fünf Zwergenzombies, die unter der Lava gewesen waren, richteten sich die angeschlagenen Abenteurer in dem Raum ein, um etwas auszuruhen. Doch sie wurden mitten in ihrer Ruhe angegriffen von einer pferdegroßen untoten Spinne, die Alyssa beinahe niedergerungen hätte und vielleicht, wenn nicht alle mit vereinten Kräften mitgeholfen hätten, sie getötet hätte. Doch auf Messers Schneide konnten die Abenteurer das Ungeheuer besiegen und endlich ausruhen.

Dieser Raum schien direkt unterhalb der Drachenhöhle zu sein. Vielleicht gab es einen geheimen Gang dorthin?

Weg nach Dvarnaut

Ungefähr in der Mitte des Einhornmonds hatte Bjarnfinnur sein Training im Burghof der königlichen Festung Caerwyn unter der Aufsicht des Hofgardisten Trahearn ap Ffyr abgeschlossen. Wenige Tage später zog er mit Durim, Athanasios, Finn und Letos in die nahen Wälder, weil sie von Ungeheuern gehört hatten, auf die der Hof eine Belohnung ausgesetzt hatte. Sie fanden und erschlugen drei Trolle, die als Beute die Habseligkeiten eines offenbar zaubermächtigen Reisenden besaßen. Zum Myrkdag waren sie wieder zurück in Darncaer. Auch Alyssa war nun mit ihrem Training fertig und drei Wochen später dann auch endlich Nikolai, sodass die Abenteurer Ende des Schlangenmonds endlich wieder aufbrechen konnten. Sie wandten sich nach Osten.

Auf ihrer Reise trafen sie auf zwei andere Reisende, die im Verlauf der Geschichte noch eine Rolle spielen würden. Sie stellten sich als Duncan MacMiller und Lon Don Silva vor. Letzterer behauptete, ein lidralischer Edelmann auf Reisen zu sein; ersterer ein albischer Händler. Da sie ebenfalls auf dem Weg nach Pernillion waren, verbrachte man die Nacht an einem gemeinsamen Lagerplatz. Früh im Morgengrauen brachen die beiden wieder auf. Die Abenteurer hingegen gingen erst später los, sodass man sich trennte. Die Abenteurer überquerten bald den Fluss und gelangten am Morgen des 2. Tags der 1. Trideade im Feenmond nach Pernillion. Am Abend durften sie einem Fest beim Stadtfürsten beiwohnen. Nach einem weiteren Tag, um Besorgungen und Reisevorbereitungen zu machen, brachen sie nach Norden auf, wo sie in einem Druidenwald Heiltränke zu erlangen hofften. Auf dem Weg dorthin waren eines Tages Ciara und ihre Fee Sinafel wie vom Erdboden verschluckt und blieben es trotz hartnäckigem Suchen. Verwirrt setzten die Anderen ihren Weg fort, nachdem sie einem halben Tag vergeblich auf ihre Rückkehr gewartet hatten.

Sie trafen im Wald auf eine alte Kräuterfrau, die sie zu einem alten Hügelgrab schickte, dass von Orcs bewohnt wurde. Die Abenteurer lösten die Aufgabe der Alten und sie entpuppte sich als Erscheinungsform einer Dryade, eines Baumgeistes. Alsbald kamen die Druiden auch hervor und sorgten für Heilung der Abenteurer. Die Abenteurer durften einen Tag dort bei den Druiden lernen und sich ausruhen. Die Druiden überreichten ihnen auch Geschenke, die ihnen ihre Reise erleichtern sollten. So gestärkt kehrten die Abenteurer nach Pernillion zurück und bemühten sich sofort um eine Passage über den Fluss Darnfy. Es ging nun drei Tage durch Wiesen und Riedgrasland gen Nordosten am Darnfy entlang. Am Tag vor Ljosdag erreichten sie den Waldrand und rasteten.

Unerwarteter Beschuss aus dem Hinterhalt erwartete die Abenteurer am folgenden Tag. Finn wurde schwer ins rechte Bein getroffen und konnte nicht mehr alleine laufen. Die Abenteurer teilten sich auf: während Alyssa und Durim mit den Pferden und Maultieren und dem verletzten Finn weiter am Fluss entlang zogen, folgen Nikolai, Bjarnfinnur, Athanasios und Letos den Spuren des nächtlichen Schützen in den Wald hinein. Gegen nachmittag kommt es aber zum Streit zwischen den Verfolgern: während Nikolai, unterstützt von Letos, den Spuren weiter zu folgen gedenkt, raten Bjarnfinnur und Athanasios, die Verfolgung abzubrechen und zu den anderen zurückzukehren. So geschied es, dass sich die Verfolgergruppe selbst noch einmal trennt und Bjarnfinnur und Athanasios den Weg zurück zum Fluss suchen. Nikolai und Letos gelangen an einen See, Bjarnfinnur und Athanasios an einen unüberwindlichen Fluss, dem sie nach Nordwesten folgen. Schließlich erreichen Bjarnfinnur und Athanasios am späten Abend endlich Alyssa, den Zwerg, den verletzten Finn und die Pferde.

Einen Tag wartet die Gruppe auf Nikolai und Letos, aber am nächsten Tag brechen die Abenteurer um Alyssa auf und suchen eine Übergangsmöglichkeit über den Zufluss. Nikolai und Letos umwandern den See, in der Hoffnung, die verlorene Spur ihres Angreifers wiederzufinden. Am Abend klettern sie auf einen Felsen am Ufer und erblicken die wunderschöne Nymphe Alphería und lauschen ihrem bezaubernden Gesang bis ins Morgengrauen. Während die Hauptgruppe am Abend des Catrudags (4.) den See erreicht und an seinem östlichen Zufluss ein Nachtlager aufschlägt, wollen Nikolai und Letos nach Westen reisen, um den Fluss und die Hauptgruppe wiederzufinden. Sie gelangen an einen druidischen Steinkreis mit einer Art Tor darin, von dem laut Letos eine starke arkane Energie ausgeht. Nikolai findet Spuren einer Gruppe von Menschen, die etwa nach Nordosten führen. Die beiden rasten kurz, reisen dann aber weiter Richtung Fluss. Gegen Nachmittag hört Letos einen Hilferuf, geht ihm nach und findet in einer Höhle den gefesselten Sasuke Hyuga, einen exotischen Schamanen. Während der Rettungsaktion werden sie aber von einem drachenähnlichen Riesenungeheuer überrascht und nur Nikolai gelingt es, zu fliehen. Letos und Sasuke sitzen in der Falle.

Nach einem gefährlichen Anfall Bjarnfinnurs, der erst Athanasios und dann Alyssa zusetzt, bevor er überwunden werden kann, glaubt Finn, Spuren von Nikolai erkannt zu haben, aber die Abenteurer entscheiden sich, ihren Weg fortzusetzen und den Spuren nicht nachzugehen. Sie durchqueren ein unheimliches Waldstück und kommen am Abend des Cuindags (5.) dem Rand des großen Gebirges Pengannion bis auf eine Tagesreise nahe. Dank Nikolai’s Ablenkungsmanöver versuchen Sasuke und Letos die Flucht. Letos wird von dem Ungeheuer schwer verletzt, überlebt aber wie durch ein Wunder. Nikolai’s gelangt in den Hauch des Ungeheuers und wird leicht verbrüht, der schon zuvor angeschlagene Sasuke hat Glück und gelangt als einziger weiter unbeschadet hinaus. Nach einer hektischen Flucht verbringen die drei die Nacht in den Tiefen des Waldes.

Zwei Tage später: Alyssa, Durim, Finn, Bjarnfinnur und Athanasios erreichen mit Maultieren und Pferden endlich den Fuß der Berge. Sie bewegen sich auf einer uralten Zwergenstraße weiter in die Berge hinein, während Nikolai, Letos und der gerettete Sasuke ihren Spuren folgend aufholen. Am nächsten Tag erreichen die Abenteurer den Fuß der sagenhaften Zwergentreppe. Am späten Abend des Tages erreichen Nikolai, Letos und Sasuke Hyuga das Lager. Endlich sind die Abenteurer wieder vereint und die einzelnen Erlebnisse werden ausgetauscht.

Um eine mögliche Alternative zur steilen Zwergentreppe zu finden, erkunden Alyssa und Nikolai zu Pferd einen schmalen Pfad, der in die Berge führt. Nach einem Tag entschließen sich die beiden umzukehren. Für die Pferde, mit denen sie unterwegs waren, ist der Weg kaum gangbar. Auf dem Rückweg am darauffolgenden Naondag stürzt Bjarnfinnurs Pferd Yndefull, das er Nikolai ausgeliehen hatte, in eine Schlucht. Alyssa und Nikolai schaffen den Rückweg aber unbeschadet.

Kurz nach Sonnenaufgang des Deachdags (10.), als sich die Abenteurer gerade für den Aufstieg bereit machen, erscheint ein kurzfristiges Portal zwischen den uralten Pfeilern am Fuß der Treppe, durch das Ciara und Sinafel fallen. Sie sind sehr erschöpft und müssen sich ausruhen, weswegen die Gruppe noch einen Tag mit dem Aufstieg wartet. Bjarnfinnur nutzt die zusätzliche Zeit zum Üben seiner Kampfkünste. Am frühen Morgen des 11. in der 2. Trideade im Feenmond beginnen die Abenteurer, die alte Zwergentreppe hinaufzusteigen. Sie gelangen noch vor der Mittagsstunde an einen breiteren Treppenabsatz, der offenbar in alter Zeit als Rastplatz geschaffen wurde. Da keiner der Abenteurer bisher ermüdet war, ruhten sich alle nur eine halbe Stunde aus und stiegen dann weiter empor. Die Maultiere machten den Weg geführt von Alyssa bislang gut mit. Gut zwei Stunden nach der Mittagszeit erreichten die Abenteurer einen Bereich, auf dem zwei Riesenadler ihr Nest hatten. Sie konnten mit ein paar Armbrustbolzen unschädlich gemacht werden und zum Glück fiel bei der Aktion niemand die Treppe herunter. Etwa drei Stunden nach der Mittagszeit erreichten die Abenteurer einen zweiten Absatz, so gebaut wie der vorherige, wo sie wiederum rasteten, nun schon durchaus erschöpft, nach über sechs Stunden auf der Treppe. Schließlich, gegen morgen des 12. in der 2. Trideade im Feenmond haben die Abenteurer die sagenhafte Zwergentreppe, den Weg zur Zwergenstadt Dvarnaut im Pengannion-Gebirge, hinter sich gebracht und sich in ein Labyrinth von Gängen und Kavernen begeben, die immer tiefer in die Eingeweide des Gebirges führen. Dort haben sie Rätsel von Zwergen-Steingolems gelöst und sich bis zu den Toren Dvarnauts vorgekämpft, wo sie schließlich eingelassen wurden.

Der Kampf am Riesengrab

Die Zwerge von Dvarnaut erwiesen sich als erstaunlich hilfsbereit und nahmen die Abenteurer freundlich auf, wohl vor allem, weil Durim unter ihnen war, der aus der königlichen Familie von Dvarheim stammte. Sie konnten endlich Licht ins Dunkel bringen um den seltsamen Zauberer Vindobónitos und den Ort nennen, an dem das Auge der Drachen versteckt war. So brachen die Abenteurer alsbald wieder auf aus Dvarnaut. Es war am Anfang der zweiten Trideade im Hirschmond. Bei ihnen war Gloin Sturmbringer, der sie unter den Bergen durch geheime Tunnel geleiten sollte und bis nach Thame begleiten würde, wo sie in die Aufgabe eingeweiht werden sollten, die der König der albischen Zwerge für sie bereithalten sollte.

Unter den Bergen gerieten die Abenteurer und Gloin einmal in arge Bedrängnis durch Orcs und unglücklich starb Sosuke unter einem hinterlistigen Axthieb. Nicht einmal ihn zu begraben blieb den Abenteurern Zeit, sie mussten stattdessen fliehen, fliehen, bis sie nach ganzen zwei Tagen unter den Bergen ausgerechnet in der Bruthöhle eines Dunkelwolf-Rudels herauskamen. Nach einem harten Kampf mit den Wölfen konnten die Abenteurer endlich wieder das Licht der Sterne über sich sehen. Es war nun beinahe ein Monat vergangen, seit sie Dvarnaut betreten hatten. Zu Füßen des Berghangs, auf dem sie herausgekommen waren, sahen sie eine seltsame Szenerie, die Ciara an einen prophetischen Traum erinnerte, den sie vor Monden gehabt hatte.

Durch diesen Traum wussten die Abenteurer, was dort unten geschehen würde, und stiegen den Berg hinab, um einzugreifen. Zwei Tage mussten sie wandern, dann gelangten sie an ein düsteres Hügelgrab, wo sie einen epischen Kampf zwischen einer finsteren Gruppe, die sich Elementarriesen beschworen hatte, und schützenden Baumwächtern und Druiden eingriffen. Dank ihnen konnte das Grab geschützt und die finsteren Schergen vernichtet werden. Unter den überlebenden Druiden war auch Gryffidd ay’Caoral, der Zaubermeister und Mentor von Ciara. Bei den Kämpfen wurden aber auch die Gefährten gebeutelt. Finn und Letos mussten tiefe Wunden hinnehmen, die keiner der Abenteurer so richtig zu heilen vermochte.

Mit dem Zauberer durchquerten die Abenteurer auf ihrem Weg nach Südwesten einen Finsterwald und eine karge Heidelandschaft. Schließlich gelangten sie nach Alba. Sie wanderten über das twyneddische Dorf Pontcadarn und das albischen Dorf Gaetsglen gen Thame. Den Verwundeten hingegen ging es immer schlechter. Die Wunden hatten sich entzündet und es begann fraglich zu werden, ob sie Thame erreichen würden. Die Gefangene Rhosyn ap Celydd übergaben die Abenteurer in Pontcadarn an die druidische Obrigkeit. Schließlich erreichten alle total erschöpft das rettende Thame. Durim führte sie sofort zum Zwergenhof, wo im Schrein der Zwerge ihre schlimmsten Verwundungen geheilt wurden und sie auch eine Audienz bei Meister Glarn Rabenbart erhielten, der sie einlud, im Zwergenhof auszuruhen, bis der große Seher Gorlim Blauzahn im Zwergenhof eintreffen und die Abenteurer zu einer Audienz bitten würde.

Kurz vor Liosdag im Drachenmond war es dann soweit. Nach der Audienz bei Gorlim Blauzahn nahmen die Abenteurer den Auftrag des Zwergenkönigs Dvarin Doppelaxt an, drei verschollene Insignien aus der untergegangenen Binge Tumunzahar zu holen und nach Thame zu bringen. Sie brechen zwei Tage später schon, am Deachdag (10.), von Thame in die Nebelberge auf – nicht zuletzt auch, um dort hoffentlich Aiolos von Mylias alias Allan Myles zu finden.

Der Purpurne Turm

An Bord des erainnischen Küstenseglers „Lolair Muiran“ (Adler der See) fahren die Abenteurer Alyssa, Athanasios, Letos und Antonio gen Erainn. Ihr Ziel ist der Hafen von Deasciath. Es ist der 4. in der 1. Trideade im Feenmond (Sommer). Doch auf hoher See geben sich die erainnischen Seeleute als Piraten zu erkennen und fordern die Abenteurer auf, sich zu ergeben. Eine grausige Zukunft als Sklaven steht den vier Abenteurern bevor, daher wehren sie sich mit allen ihren Möglichkeiten gegen die Übermacht. Insbesondere Antonio, der in Wahrheit der Todeswirker Darios ist, ruft einen Dämon zu Hilfe, dass er ihnen im Kampf beistehen möge. Der Feuerdämon erscheint und überzieht das leicht brennbare Schiff zum Schrecken aller mit einem Flammenteppich. Während die Piraten über Bord springen und das rettende Ufer am Horizont zu erreichen versuchen, scheinen die Abenteurer verloren. Nur Athanasios kann schwimmen! Er versucht im Überlebenskampf sein Möglichstes, aber es gelingt ihm nur, Alyssa und Letos zu retten. Der vermeindliche Antonio versinkt in den Fluten. Kurz bevor er das Bewusstsein verliert, betet Darios – vielleicht zum ersten Mal – zu den Göttern. Und er wird erhört. Der valianische Kriegsgott Laran hört sein Flehen und sendet einen Weißen Wal, der ihn verschluckt und durch Raum und Zeit hindurch in Valians Hauptstadt Candranor an Land geschwemmt wird. In seinem Bauch finden Fischer den unversehrten Darios – nun in reinweiße Kleider gehüllt.

Der weiße Hexer Darios, dessen Mentor von nun an NÛN/IMMABÔ, ein hoher Wennofer Larans, ist, wird durch den Hochtempel des Laran in Candranor gesalbt, denn die Priester hatten sein Erscheinen in einer Prophezeihung angedeutet bekommen. Dann wird er in höchster Eile an Bord eines valianischen Kriegsschiffs zurück nach Vesternesse gebracht, um seine göttliche Aufgabe zu erfüllen – welche auch immer das sei. Gerade rechtzeitig, um nur gut eine Tagesreise hinter den Abenteurern Athanasios und Alyssa hinterher zu sein.

Während Darios auf der Spur der anderen drei Abenteurern folgt, haben sich diese in der Nähe von Deasciath an Land gerettet. In der Stadt treffen sie auf Sean ay Caoral, einen erfahrenen Waldläufer, der dort auf Letos gewartet hatte, um diesen zu seinem Herrn und Freund, dem Magier vom Purpurnen Turm, zu bringen. Nach einer Reise durch die Marschen von Deasciath und das erainnische Seenland gelangen die Abenteurer tatsächlich zum Purpurnen Turm und Letos stellt sich der Prüfung durch den Meister. Doch dieser schickt ihn weg. „Möge er doch erst einmal die Zweige der Macht und des Wissens meistern.“

Unverzagt macht sich Letos mit seinen neuen Freunden wieder auf den Weg, Erfahrungen zu sammeln und die durch den Meisterzauberer genannten Zauberdisziplinen zu erlernen…

Pernillion

Pernillion ist eine twyneddische Stadt am großen Fluß Darnfy, der von dort aus nach Westen fließt und an der twyneddischen Hauptstadt Darncaer ins Meer der Roten Sonne mündet.

Mit etwa 5.000 Einwohnern ist Pernillion nicht einmal halb so groß wie Darncaer. Die Stadt ist etwa kreisförmig aufgebaut und besitzt einen doppelten Palisadenwall aus Holz. Der Hafen liegt vor der Stadtmauer und auf mehreren künstlichen Anlegern im Fluß. Auf der Nordseite erhebt sich die Burg des Pennadd (Fürsten) über die Stadt. Weiterlesen

Kleine Grenzlandkunde der Gwinel-Berge

„Hm…“ brummte Durim Silberschmied, „was wissen wir also über das Grenzland zwischen Clanngadarn – oder treffender: Ywerdonn – , Alba und Erainn…?“

„Das Land zwischen den drei Ländern ist ein größtenteils unwegsames, hügeliges und schroffes Bergland, durchzogen von Sümpfen und mehreren Bergketten, von denen die Gwinel-Berge offenbar am meisten Ausdehnung haben. Im Norden wird das Grenzland vom gewaltigen Pengannion-Gebirge begrenzt, im Westen vom großen Fluss Darnfy, im Süden vom mächtigen Corrangebirge und vom Artross-Gebirge, dessen westlicher Teil als die Nebelberge bekannt ist, im Osten, hinter den Gwinel-Bergen, beginnt das menschliche Königreich Alba.“

„Südlich von Pernillion, dem Beginn unserer Reise durchs Grenzland, und nach der Überquerung des Flusses Darnfy liegt etwa sieben Tage entfernt Dinas Taran, die ‚Hauptstadt‘ von Ywerdonn. Das Gelände zwischen Darnfy und Dinas Taran soll das fruchtbarste Land in ganz Ywerdonn sein. Ich habe gehört, dass zu der Stadt nur Twyneddin Zutritt erhalten. Südlich von Dinas Taran erhebt sich in wenigen Tagesreisen das große Corran-Gebirge, über dessen Bergpässe Bjarnfinnur und ich und – soweit ich weiß – auch Alyssa, Athanasios und Letos nach Ywerdonn gelangt sind.“

„Wenn uns dieser Waldläufer nicht verschaukelt, liegt von Pernillion aus gute zehn Tage flussaufwärts der Fuß des mächtigen Pengannion-Gebirges. Laut seiner Schilderung müssen wir entweder am Nord- oder Südufer des Flusses entlangreisen. Das Südufer soll bewaldet sein und in den Tiefen dieses Waldes – den wir ja nicht unbedingt erkunden müssen, wenn ihr mich fragt – soll sich der gefährliche Nebelwald befinden. Am Nordufer soll es eine Straße geben, die bis an den Fuß des Pengannion führen soll, aber an der Straße soll man es häufig mit Twyneddin und Räubern zu tun haben. Außerdem soll sie durch einen verwunschenen Wald – oder so etwas – namens Taranwald führen. Am Ende führt sie über eine Brücke über den Darnfy – sehr sinnvolle Einrichtung, finde ich – und direkt ins Pengannion.“

…einige Tage später:

„Endlich kommen wir aus diesem götterverdammten Wald heraus. Bei Mahals Bart, was freue ich mich auf etwas frische Bergluft! Wisst ihr schon, was man sich über den alten Weg nach Dvarnaut erzählt?“ – „In der glorreichen alten Zeit schlugen die mächtigen Altvorderen der Zwerge achttausendachthundertachtundachtzig Stufen aus dem Fels, die bis hinauf zum Klatarvisk, Lichtwächter, führen – das ist ein mythischer Paß, der in das Hochtal Svurmadharvid, Drachenbergwiese, führen soll. Dort erheben sich mächtige Wegweiser nach Dvarnaut, dem Hort der Zwerge. Lishadi sei’s gedankt, ich freue mich sehr darauf, wieder unter Zwergen zu sein!“

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